Im Gartenhäuschen

45 9-15 Minuten 3 Kommentare
Im Gartenhäuschen

Im Gartenhäuschen

Anita Isiris

Er hatte sich durch den Garten von Sereina und Jan geschlichen, das Häuschen in Augenschein genommen, zwei Astlöcher entdeckt, aus dem Innern des Häuschens ein Gartenstuhlkissen entwendet, und darauf kniete er nun, der Dinge harrend, die da kommen sollten. Die Dinge kamen, und wie! Kaum waren Berenice und Jan im Innern, bedeckte Jan den Hals von Rainers Gemahlin nun doch mit kleinen, liebevollen Küssen. Er zerzauste ihr schwarzes, lockiges Haar, küsste ihre Augendeckel, ihre Wangen, ihre Stirn. Berenice setzte sich auf die Werkzeugbank und öffnete ihre Schenkel. Jan schob ihr ohne weiteres Zögern das Frühlingskleid hoch und hatte Berenice bald so vor sich, wie er sich das zusammenfantasiert hatte. Mit nacktem Oberkörper, im blauen Slip. „Komm“, flüsterte er und animierte Berenice dazu, die Arme hinter dem Kopf zu verschränken. Dann kitzelte er sie erneut in den Achselhöhlen, was bei ihr sofort Gänsehaut verursachte, und beim Beobachter draußen auch. Dieser Jan war ein Teufel aber auch. Während Rainer sich immer auf die sekundären Geschlechtsmerkmale seiner Berenice konzentriert hatte, denn als Projektmanager verfügte er in dieser Hinsicht nur über eine als sehr bescheiden zu bezeichnende Perspektive, war das Repertoire von Jan, dem Nachbarn, so groß wie ein Ozean. Er streichelte die Lenden der halbnackten Berenice, leckte ihr die Schweisströpfchen unter dem Armen weg, bespielte ihren Bauch, als handelte es sich um eine Spielwiese, und dann wandte er sich ihren Füßen zu. Er ging in die Knie, massierte jeden Zeh einzeln, kitzelte die Fußsohlen der hübschen Nachbarin, um sie daraufhin mit kreisenden Bewegungen seiner Zunge zu bekitzeln. Berenice verlor sämtliche Hemmungen. Sie keuchte. Sie schrie. Sie wimmerte. Dabei hatte Jan ihr „Tor zur Hölle“, ihr „Tor ins Elysium“, noch gar nicht geöffnet.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 6035

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Fantasie

schreibt anitaisiris

Liebe Gabi Lieber Grauhaariger ... doch, die Fantasie, zuschauen zu dürfen, wenn die Partner:in/der Partner mit jemand anderem Liebe macht als mit einem selbst, ist weit verbreitet. Nur... wer spricht schon darüber. Dieser leise seelische Schmerz beim Zuschauen... und doch sind Oxytocin, Östrogen und Testosteron am Hochkochen. Seid Euch Eurer innersten Fantasien einfach bewusst... Jan muss nicht unbedingt ein blaues Auge erleiden. Zum Dreifach-Höhepunkt, liebe Gabi... meine Geschichten sind so aufgebaut, dass sie Euch anheizen und horny machen sollen... bei gleichzeitigem Respekt gegenüber der Liebespartnerin/dem Liebespartner. Mein Erfolg gibt mir Recht. Also... wenn Dich meine kleine Story angewärmt hat... dann spinne sie doch einfach weiter. Das wirklich Geile ist niemals das Ausformulierte, sondern das Unausgesprochene, die Meta-Ebene. Viel Spass... da warten noch viele weitere Stories auf Euch. Eure Anita

Auf gute Nachbarschaft

schreibt grauhaariger

Da hat der Jan aber Glück gehabt! Denn nur ganz wenige Nachbarn würden verstohlen zusehen, wie ein anderer seine Frau zum vögeln verführt. Nein, sie würden tatkräftig einschreiten und Jan würde im günstigsten Fall mit wenig Blessuren das Weite suchen können. Toll formuliertes Intermezzo zwischen Nachbar und Nachbarin! Vielen Dank!

Anita in Hochform

schreibt Gabi.K

Toller Anfang, aber zum Schluß fehlte mir der eigentlich dreifache Höhepunkt. Geht es noch weiter? Neugierige Grüße Gabi

Gedichte auf den Leib geschrieben