Sie lebe allein, erzählt sie ihm; ihr Mann habe sie wegen einer Jüngeren verlassen. Was für ein dummer Mann, antwortet er. Wie könne man eine solche Frau verlassen? Dabei lächelt er sie an, und sie lächelt glücklich zurück.
Zu ihrer Überraschung lädt die Tante sie dann zum Essen ein. Sie habe im Keller einen Tiefkühlschrank, der sei nicht ganz leer; es sei ihr ein Vergnügen, wenn sie ihren Geburtstag gemeinsam feiern würden. Das Essen, das sie nach einer Weile serviert, ist vorzüglich: frittierte Bananen, Bohnen, Salat und etwas Huhn – jedenfalls viel besser als die fettige, mit zu viel Käse überbackene Pizza. Dazu gibt es zwar nur Wasser; sie habe kein Bier im Haus –, aber dafür sehr guten, alten Rum, den sie für besondere Anlässe aufbewahrt habe, so die Tante.
Sie essen mit gutem Appetit und sind danach satt und zufrieden. Von Abschied ist dennoch keine Rede, und damit keine Langeweile aufkommt, schlägt die Tante ein Spielchen vor. Es sei ein Flaschenspiel: Man sitze im Kreis, die Flasche drehe sich, und der, auf den der Hals zeige, müsse etwas tun – nämlich das, was sie sage. Denn sie habe heute Geburtstag und somit das Recht, die Aufgaben zu verteilen.
»Kennst du das?«, fragt sie ihn dann. »Gibt es so etwas auch in deinem Land?«
Er nickt und sagt, so ein Spiel mache großen Spaß; dabei lächelt er sie richtig verführerisch an. Die Tante errötet, und er weiß, dass er auf dem richtigen Weg ist – er braucht nur noch etwas Zeit und die günstige Gelegenheit. Er fordert die beiden Mädchen auf, neues Bier zu holen; spielen ohne zu trinken sei langweilig.
Er gibt der Dünnen Geld und sagt, sie könnten sich ruhig viel Zeit lassen. Die Dünne versteht sofort, wie der Hase läuft, und warum er die beiden wegschickt. Sie nimmt das Geld und steht auf; die Dicke bleibt jedoch sitzen.
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