Im Haus der Tante

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Im Haus der Tante

Im Haus der Tante

Yupag Chinasky

Sie sitzen im Kreis und lassen die leere Rumflasche in der Mitte kreisen. Erst seien es nur einfache Aufgaben – zum Eingewöhnen, bemerkt die Tante –, die schwierigen kämen später, wenn sie mehr Bier intus hätten; dann würden sie tun, was sie vorgebe.

Das ist aber schon bald der Fall, und nun wird es spannend. Das erste Opfer ist die Dünne: Der Flaschenhals zeigt genau zwischen ihre mageren Schenkel. Sie solle sich Wäscheklammern an die Brustwarzen klemmen und Bierflaschen dranhängen und dann ein Tänzchen aufführen – befiehlt die Tante –, und hat auch schon ein paar Klammern parat.

Die Dünne bemüht sich redlich, aber es geht nicht: Die Wäscheklammern kneifen zu sehr, die Brustwarzen bleiben zu klein. Die Dünne muss zur Strafe den Rock ausziehen.

Dann ist er das Opfer der kreisenden Flasche. Die Tante überlegt, dann lacht sie und verkündet die Aufgabe. Er solle zielsicher in eine leere Bierflasche pinkeln – ohne die Hände zur Hilfe zu nehmen. Die beiden Mädchen kichern; die Tante holt eine Plastikschüssel und stellt eine leere Flasche in deren Mitte.

Nun ist er dran, aber er ist verlegen: Im Blickfeld von drei Frauen, die ihn geil anstarren, hat er noch nie gepinkelt. Aber was bleibt ihm übrig? Er steht auf und holt seinen Schwanz heraus. Zum Glück verspürt er genügend Druck auf der Blase. Er ist eigentlich bereit; aber mit dem schlaffen Ding kann er überhaupt nicht zielen. Das erkennt auch die Dicke als erste; sie nähert sich ihm, um sein Rohr steif zu machen und es auszurichten.

Doch kaum hat sie den Schwanz in der Hand, will die Dünne sie verdrängen. Die beiden rangeln. Doch dann steht die Tante auf und nimmt das Objekt der Begierde selbst in die Hand. Ein paar rasche, gekonnte Bewegungen – und der Schwanz steht ganz wacker da. »Loslegen«, sagt die Tante; lässt aber die Hand, wo sie ist.

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