Im Lift

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Im Lift

Im Lift

Anita Isiris

», erkundigte sich der Gynäkologe. Joachim zögerte einen Moment, dann schob er seine Linke in Alinas Slip. «O.k., Liebste?», fragte er sie. «Macht… was… Ihr… wollt… aber… macht… es».

Dann gab es kein Halten mehr. Im Nu war Alinas Slip weggefetzt, und Herr Imboden, der schon Aberhunderte von Vulvas gesehen hatte, spürte, wie seine Schläfen pulsierten. Diese junge Frau machte ihn vollkommen verrückt und steigerten sein Begehren bis ins Unermessliche.

Er war der Erste, der in Alina stiess, während Joachim sie mit einem weiteren Zungenkuss verwöhnte. Je inniger er seine Freundin küsste, desto verlangender bewegte sie ihre Hüften – nicht etwa Herr Imboden fickte sie, sondern sie ihn. «Haiiii…», entfuhr es dem Gynäkologen. «Haiiii…». So etwas hatte er noch nie erlebt – in dieser spontanen, unerwarteten Dimension schon gar nicht. Alina krallte sich ans kühle Metall der Haltestange und liess die beiden Männer machen. Die Espadrilles behielt sie an, was Herrn Imboden und auch Joachim zusätzlich anheizte. Dann drehte sie sich um, ging ins hohle Kreuz, und Herr Imboden nahm sie von hinten. Zuerst langsam, dann beschleunigte er seine Stösse so lange, bis Alina glühte. Joachim genoss es, wie seine Geliebte von einem Fremden gestossen wurde, und spielte an seinem Zentralorgan. Dann spritzte er auf die Liftknöpfe.
Fast zeitgleich kamen auch Alina und Herr Imboden, während der Lift sich wieder in Bewegung setzte.
Das Bild, das sich den Zusteigenden im 6. Stockwerk präsentierte, war, sagen wir mal, etwas speziell. «Mama, was machen die da?», fragte ein kleiner Junge mit weit aufgesperrten Augen. «Sie spielen», war alles, was der errötenden Mutter in den Sinn kam.
Herr Imboden richtete seine Kleidung, nickte Alina und Joachim knapp zu und machte sich seines Weges, hin zu seinem Ferrari.
Alina und Joachim gingen wortlos nebeneinander her – weder sie noch er begriff wirklich, was sich da soeben abgespielt hatte.
Herr Knüfelhans, der Lift- und Bahnhofhallen-Wart, zischte sich in seiner Kabine ein Bier, öffnete seinen Hosenstall und starrte mit hochrotem Kopf auf seinen Überwachungsmonitor, wo er soeben den «play in a loop» und den «slow motion» Button betätigt hatte.

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