Östlich davon war ganz vereinzelt mal eine Verkehrsbewegung auf der 165, der ‚Mt Tom Road‘ nach Süden oder nach Norden auf der ‚Old 10 Rod Road‘. Ein Reiter, eine Kutsche, selten auch mal ein Motorfahrzeug. Erwartungsgemäß war aber keinerlei Verkehr auf der 165 nach Westen, bis … ja, bis sich von Osten ein hochmotorisiertes Fahrzeug mit großer Geschwindigkeit zu nähern begann. Und dann brausten sie vorbei. Ein Pickup, besetzt mit drei Mann, zwei im Fahrerhaus, einer auf der Ladefläche hinter einem schweren Maschinengewehr auf seinem Sitz festgeschnallt. Er trug eine gegen Fahrtwind und Staub schützende Brille. Am Fahrzeug eine auffällig hohe Funkantenne. Sie jagten gegen Westen in die tote Zone. Nach einer Weile kamen sie mit ebenso hoher Geschwindigkeit zurück und verringerten mit quietschenden Bremsen die Geschwindigkeit. Mir rutschte das Herz in die Hose. Wussten sie von uns? Gab es irgendwo Kameras?
Nein, sie hatten die Fahrt vermindert, um scharf nach Norden auf die ‚Old 10 Rod Road‘ abzubiegen. Sofort beschleunigten sie wieder auf das Maximum. Ein paar Minuten, nachdem sie aus der Sichtweite waren, hörten wir das Bellen des Maschinengewehrs. Drei kurze Salven und dann Ruhe. Jetzt verstanden wir. Man konnte so ein großes Gebiet nicht restlos mit Posten und Zäunen sichern, aber man konnte das Durchqueren der toten Zone zu einer lebensgefährlichen Angelegenheit machen und diesen Preis war offenbar die Masse der Bewohner von Rhode Island nicht bereit zu bezahlen. Bald hörten wir den Pickup zurückkehren. Er fuhr jetzt normale Geschwindigkeit. Als er an der Kreuzung auf die 165 nach Osten einbog, sahen wir drei tote Körper auf der Ladefläche liegen. Die Strecke der heutigen Jagd. Warum machten sie sich die Mühe, die Toten einzusammeln? Bekamen sie vielleicht eine Kopfprämie dafür?
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