Der Rest des Tages verlief relativ ereignislos. Vorläufig fiel die Spannung von uns ab. Morgen würden wir auf dem gleichen Weg die tote Zone erneut durchqueren, hoffend, dass uns kein Jagdkommando stellen würde, und damit wäre der erste Teil der Operation erledigt. Wir hatten bewiesen, dass man im Herrschaftsgebiet von Big Jack einsickern konnte, jedenfalls leicht bewaffnet und in kleinen Gruppen. Aber wäre das die Lösung für das Problem? Da war ich skeptisch.
Wir richteten uns so gut wie möglich ein und kochten uns im Hof an einer von den Straßen nicht einsehbaren Stelle auf einer improvisierten Feuerstelle mittels des reichlich vorhandenen, gut abgelagerten Brennholzes auf rauchlosem Feuer ein einfaches Mahl. Die Qualität des Hausbrunnens wirkte sehr gut, Verunreinigungen waren nicht festzustellen. Man musste da sehr aufpassen. Die depperten Donalds schafften es schließlich locker, auch mal einfach so in einen Brunnenschacht zu fallen. Zum Schluss bereitete ich noch mittels mehrerer großer Töpfe und Zinkeimer heißes Wasser und befüllte damit und mit kaltem Wasser eine Blechbadewanne. Das machte eine Menge Arbeit, aber ich wusste, dass Kris gerne sauber war und ein heißes Bad liebte. Und – meine Freunde – ihr wisst ja: Happy wife, happy life. Das Ganze war nicht ganz uneigennützig. Ich rief sie, als alles vorbereitet war, und sie eilte nackt wie der Schöpfer sie geschaffen hatte aus dem Haus. Ich musste grinsen, als ihr makelloser Körper auf mich zustürmte und ihre Möpse dabei sehr temperamentvoll hin und her schleuderten. Mit einem wohligen Seufzer glitt sie in das wohltemperierte Badewasser. „Mylady, darf ich Euch waschen?“, gab ich den Leibdiener. „Ihr dürft“, antwortete das von mir inzwischen so unfassbar geliebte Wesen huldvoll.
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