Im Paradies

Aus dem Zyklus - Auf der Suche

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Im Paradies

Im Paradies

Yupag Chinasky

Die Lage des Ressorts an der Meeresbucht war wirklich bezaubernd, wenn er früh aufwachte, konnte er von dem großen Fenster seines Bungalows aus, den Sonnenaufgang bewundern, der dramatische Orgien in Rot, Geld und Orange an den Himmel zauberte, die sich auf dem Wasser spiegelten, eine schier unglaubliche, prächtige Naturerscheinung. Er ließ keinen Morgen aus, um sie zu bewundern. Ein kleiner Nachteil war, dass man bei Ebbe sehr weit im Schlick gehen musste, um das offene Wasser zu erreichen, aber statt sich im Meerwasser zu suhlen, konnte er in den Pool steigen, der direkt neben dem Bungalow zum baden einlud. Der Bungalows war so groß, dass eine ganze Familie bequem Platz gefunden hätte, aber er war allein, obwohl er das nicht unbedingt bleiben wollte. Im Gegensatz zu dem anderen Land war es in diesem Land kein großes Problem, eine Frau kennenzulernen, die gerne bereit war, ein paar Stunden oder Tage mit einem Mann zu teilen, wenn er Geld hatte und ihr etwas davon abgab. Wenn er in einem der vielen Salons nur eine ganz normale Massage haben wollte, ohne Extras, ohne den speziellen Service, den die meisten anboten, konnte es sein, dass er etwas seltsam angesehen wurde. Erst glaubte er, dass die Lage des Ressorts etwas ungünstig sei, etwas zu abgelegen, zu weit entfernt vom Zentrum, wo das Leben, vor allem das Nachtleben pulsierte, merkte aber bald, dass dies kein Nachteil war, es gab genügend Taxis und Mopeds, die den Transport auch noch mitten in der Nacht übernahmen. Im Gegenteil, es war von Vorteil in einer ruhigen, schönen Gegend zu wohnen und sich auf das zu beschränken, was in der Nähe geboten wurde, statt in der Fülle der Verlockungen unterzugehen.

Seinen ersten Spaziergang unternahm er zu Fuß, um die Lage zu erkunden, um festzustellen, welche Lokale und welche Massagesalons in der Nähe waren, was es überhaupt hier gab, aber auch, um einen Platz zu finden, wo er in Ruhe ein kühles Bier trinken und die Menschen beobachten konnte. Bier hätte er auch in seinem Bungalow trinken können, aber dann hätte er nur Touristen beobachten können, von den hübschen Bedienungen einmal abgesehen, die aber vermutlich wenig zugänglich waren. Vielleicht lag es an dem Wochentag, einem Montag oder an der Uhrzeit, vier Uhr nachmittags, jedenfalls waren nur wenige Lokale geöffnet und die meisten Massagesalons waren auch geschlossen. Auf dem Weg in das Zentrum kam er an einem der wenigen offenen Salons vorbei. Vor der Tür saßen zwei Frauen, eine noch sehr jung, klein ziemlich kompakt und ganz in Schwarz gekleidet, die andere deutlich älter und sehr dünn. Auf Anhieb gefiel ihm die Schwarze ganz gut und umgekehrt schien es genau so zu sein, denn als sich ihre Blicke kreuzten, lächelte sie ihn freundlich an und lud ihn mit einer Handbewegung ein, näher zu kommen. Aber um diese Zeit wollte er weder eine Massage noch das, was sie sicher auch zu bieten hatte. Er lächelte zurück, zuckte entschuldigend mit den Schultern und ging weiter, doch in diesem Teil der ausgedehnten Stadt war wirklich nicht viel los, doch dann sah eine Bar, die mit grüner Neonreklame und dem geschnörkelten Wort Oase auf sich aufmerksam machte. Er trat ein, setzte sich an die Theke und zu seiner Überraschung war die Frau dahinter, blond, etwas mollig, vielleicht in ihren Fünfzigern, eine Deutsche. Sie kamen natürlich ins Gespräch und er erfuhr so einiges über das Leben im Paradies, das letztendlich doch keines war und in dem sich die Vor- und Nachteile für einen Auswanderer etwa die Waage hielten.

Er spendierte der Wirtin eine Flasche Bier und trank selbst zwei und als er sich wieder auf den Weg machte in Richtung seines Ressorts, blieb er jetzt vor dem Massagesalon stehen, aber das schwarz gekleidete, üppige Mädchen war nicht mehr da, nur noch ihre dünne Kollegin, die ihm mitteilte, die andere sei gerade beschäftigt und ihn fragte, ob er warten wolle oder ob sie ihn massieren solle. Klar, dass er lieber warten wollte, denn es kam ihm nicht so sehr auf die Massage an, als auf den Kontakt mit diesem Mädchen, obwohl er eigentlich nicht so sehr auf üppigen Frauen stand. Er setzte sich und sie schwiegen sich an und er wartete und es dauerte einige Zeit, bis die Schwarze fertig war und für ihn Zeit hatte. Obwohl er keine rechte Lust hatte, überzeugte sie ihn, sich massieren zu lassen und er bereute es nicht, denn das Mädchen hatte offensichtlich eine gute Ausbildung, denn was sie mit ihren starken Händen zu Wege brachte, führte dazu, dass er danach jeden Muskel in seinem Körper spürte, den sie bearbeitet hatte. Er sei für heute ihr letzter Kunde, sagte sie, als sie wieder vor dem Haus saßen, sie habe jetzt frei, und wenn er wolle, könnten sie zusammen mit ihrem Moped zu einem schönen Platz fahren und ein Bier trinken. Dazu war er natürlich gerne bereit, obwohl er sich auf diesen Mopeds nie ganz sicher fühlte und immer froh war, wenn die Fahrt zu Ende war. Er setzte sich hinter sie und stellte sich, wie gehabt, als Beifahrer ziemlich störrisch an. Er glich sich den Neigungen des Mopeds kaum an und klammerte sich aus purer Angst an ihren ausladenden Körper. Dem Mädchen schien das nicht unangenehm zu sein, denn es lachte und meinte, er solle sich gut festhalten, damit er nicht verloren gehe. Sie fuhren zu einem Berg, von dem aus man angeblich den Sonnenuntergang am besten beobachten konnte. Das wussten aber auch noch viele Andere, sie drängten sich an der Brüstung, schauten aufs Meer und es wurden unzählige Bilder geschossen. Für ihn war der Anblick nicht viel anders als beim Sonnenaufgang, nur dass es dunkler, statt heller wurde. Nachdem die Sonne im Meer verschwunden war, fanden sie sogar noch Platz in einer Bar und tranken das Bier, das sie sich gewünscht hatten. Die Unterhaltung funktionierte ganz leidlich, sie redeten eine ganze Weile und schließlich fragte er die Dicke, ob er sie zum Essen einladen dürfe. Sie zögerte, meinte, dass es besser wäre, wenn sie nichts essen würde, aber um der Gesellschaft willen, ja, warum nicht. Sie fuhren zurück zu seinem Ressort und stellten das Moped direkt vor seinem Bungalow ab. Dann gingen sie in das Restaurant und er bestellte sich eine Platte mit gegrillten Fischen und Meeresfrüchten, während ihr eine Suppe reichte. Er fand ihre Gesellschaft ganz nett, sie war intelligent und erzählte ihm ihre Geschichte, die er aber in abgewandelter Form schon oft gehört hatte. Sie komme aus der Provinz, dort gäbe es keine Arbeit, kein Geld, ihre Familie sei arm, deswegen sei sie hier, in der Touristengegend, aber nur so lange, bis sie sich mit dem verdienten Geld etwas Eigenes leisten könnte, einen Massagesalon oder einen Frisiersalon, sie sei nämlich gelernte Friseuse. Sie unterhielten sich sehr angenehm, dann wollten sie das Lokal schließen, und als sie wieder am Bungalow ankamen, war es schon fast ganz selbstverständlich, dass sie mit ihm kam. Doch das, was er insgeheim erhoffte, trat nicht ein und er war etwas enttäuscht, denn sie lehnte strikt ab, sich auszuziehen oder gar mit ihm zu schlafen. Sie würde gerne hier bleiben und sich auch gerne neben ihn ins Bett legen, aber ficken würde sie nicht und küssen sei auch nicht drin. Wenn er wolle, könne sie ihn noch einmal massieren, er wüsste ja, was das kostet, und wenn er wolle, könne sie auch einen Hand-job machen, aber der sei doppelt so teuer. Er versuchte sie umzustimmen, indem er versicherte, sie nicht anzurühren, wenn sie sich auszöge, aber sie hatte ihre Prinzipien und eigentlich fand er das ganz gut. So lagen sie eine Weile nebeneinander, er streichelte sie, dort wo er hinkam, bevorzugt ihren üppigen, aber nach wie vor bedeckten Busen, sie streichelte ihn, auch an seinen sensiblen Stellen, aber zu dem avisierten Hand-job kam es, warum auch immer, doch nicht, und nach etwa einer Stunde sagte sie, sie müsse jetzt gehen, aber sie könnten sich ja am nächsten Tag wieder treffen.

Am nächsten Tag war das Fest des vollen Mondes im November, einer der höchsten Feiertage im Buddhismus, und nicht nur ihr Massagesalon blieb geschlossen. Sie kam gegen Mittag mit ihrem Moped zu seinem Bungalow, sie aßen eine Kleinigkeit im Restaurant und dann wollten sie zu einem Strand mit Palmen und viel Sand und natürlich mit vielen Menschen. Sie wollten, aber sie schafften es nicht, denn auf einmal merkte sie, dass sie im Hinterreifen wenig Luft, also vermutlich einen Platten hatte und weil sie gerade an einer Werkstatt vorbeikamen, die sie kannte, stellte sie das Moped im Hof ab und meinte, der Besitzer wüsste Bescheid, das mache man hier immer so. Die Folge war, dass sie nun den langen Weg bis zum Strand zu Fuß gehen musste und das war für ihn bei der Hitze ziemlich anstrengend und zudem taten ihm die Füße weh. Sie war jedoch ganz munter und versicherte, diese Strecke täglich zu joggen, aber das schien keinen besonderen Effekt auf ihre Figur zu haben. Er war jedenfalls froh, als sie endlich am Strand ankamen. Den restlichen Nachmittag verbrachten sie auf einer Liege im Schatten eines Sonnenschirms. Während er ins Wasser ging, schaute sie nur zu. Dann saßen sie wieder nebeneinander und er streichelte ihre festen Knie und ihre kompakten Oberschenkel und sie fuhr sanft mit ihren Fingern über seine nackte Haut. Zwischendurch aßen sie eine Kleinigkeit an einem der zahlreichen Stände und tranken zusammen eine Flasche Bier. Sie müsse heute noch ihr Moped abholen, eröffnete sie ihm, als die Sonne schon in Richtung Meer wanderte und ob er die Reparatur bezahlen könne. Das sei kein Problem, versicherte er und dann nahmen sie ein Taxi und fuhren zu der Werkstatt. Das Moped war wieder einsatzbereit und er bezahlte die geringe Rechnung, dann fuhren sie zu ihrem Massagesalon, der doch geöffnet war, und unterhielten sich mit der Besitzerin. Als es dunkel wurde, kehrten sie zum Strand zurück, diesmal aber zu einer Halbinsel in einer Lagune, auf der ein Tempel stand, genau dort würden die Festlichkeiten des Lichterfests stattfinden, versicherte sie. Die Straße war schon lange vorher mit Fahrzeugen verstopft, Hunderte, wenn nicht Tausende hatten, dasselbe Ziel, Auto hinter Auto, Moped neben Moped, dazu zahlreiche Fußgänger. Wieder hielt er sich an ihr fest und wieder hatte er den Eindruck, dass sie es genoss, wenn seine Hände ihren weichen Körper abtasteten und an allen möglichen Stellen Halt suchten und nicht nur dort wo es nötig und möglich war. Das Mädchen stellte ihr Moped schon weit vor der Halbinsel am Straßenrand ab und sie gingen zum zweiten Mal an diesem Tag eine ziemlich lange Strecke zu Fuß, immer am Rand der Lagune entlang. Zahlreiche Kerzen und Laternen säumten den Weg und auch auf dem Wasser schwammen kleine Flöße mit brennenden Kerzen. Dann kamen sie zu dem Eingang des Tempelbereichs und zu den vielen Buden, die etwas Essbares und Trinkbares und allerlei Schnick-schnack anboten. Auch für Unterhaltung war gesorgt, so fand zum Beispiel die Wahl einer jungen Miss Irgendwas statt. Es waren in der Tat nur Kinder, die, von ihren Eltern stark geschminkt und prachtvoll eingekleidet, sich auf einer Bühne präsentierten und ihr Können und ihre Körper zeigten. Später kaufte das Mädchen ein Schiffchen aus Blättern mit einer Kerze. Sie entzündeten die Kerze und setzten das Schiffchen vorsichtig auf das Wasser, damit es alle ihre Sorgen und Probleme mit sich nehmen möge. Es schwamm eine ganze Weile, zusammen mit Hunderten anderen, bis es sich schließlich in der Menge der Lichter verlor. Sie genossen den Abend und zum Abschluss dieser lauen Vollmondnacht hätte er es gerne gehabt, wenn sie noch einmal mit in den Bungalow gekommen wäre, vielleicht hätte er sie diesmal zu mehr überreden können, aber sie war angeblich zu müde oder hatte noch andere Pläne, jedenfalls brachte sie ihn nur zum Eingang des Ressorts, nicht einmal bis zu seinem Bungalow, und fuhr dann allein wieder davon.
Da sie für den nächsten Tag nichts ausgemacht hatten, machte er sich zu Fuß und allein auf den Weg, um den Teil der Stadt zu erkunden, der direkt am Meer lag. In einem Lokal aß er einen Fisch, der gerade noch in einem Aquarium geschwommen und speziell für ihn, frisch zubereitet worden war. Dann ging er an der Mole entlang und fotografierte Jugendliche, die sich dort tummelten und ins Wasser sprangen. Als er Durst hatte, traf er eine junge Schönheit auf der Terrasse eines Lokals, die zwar ganz begeistert war, dass er sie fotografierte, aber mehr war nicht drin, denn sie gehörte zu einer Gruppe, die das Lokal alsbald verließ. Zurück wollte er ein Taxi nehmen, aber die Preise kamen ihm so unverschämt überteuert vor, dass er sich lieber wieder auf ein Moped setzte, aber diesmal hinter einen alten Mann, nicht hinter ein dralles Mädchen. Als sie an einem Massagesalon ankamen, ließ er anhalten, bezahlte den Fahrer und ging in den Salon. Er war der einzige Gast und eine korpulente, junge Frau war die einzige Masseuse. Sie walkte ihn genauso durch wie die Schwarze und bot ihm auch weitere Dienstleistungen an, aber er lehnte ab und sie war enttäuscht. Den Rest des Weges wollte er wieder zu Fuß zurücklegen und kam so an einer Bar vorbei, vor der eine ganz Horde junger Mädchen saß und auf Männer wartete, um sie zu animieren einzutreten, möglichst viel zu trinken und ihnen eine Cola Rum oder ein Bier zu spendierten, weil sie so ihr bescheidenes Einkommen aufbessern konnten. Aber entweder waren sie beschäftigt, desinteressiert oder hatten bereits genug verdient, jedenfalls fand er keine, die sich auf ihn eingelassen hätte, obwohl er durchaus bereit war, ein paar Drinks zu spendieren. Aber so ist es manchmal, man findet nichts, wenn man sucht und man wird fündig, wenn man nichts mehr erwartet. So war es auch diesmal. Leicht frustriert verließ er nach einer Weile das Lokal, aber auf der anderen Straßenseite befand sich eine ähnlich Bar, nur viel kleiner und mit weniger Frauen die hier arbeiteten und diese waren zudem deutlich älter und auch nicht hübscher als ihre jungen Kolleginnen vis à vis, aber das war jedoch keineswegs ein Nachteil, denn hier hatte er den Erfolg, den er schon seit Tagen gesucht hatte. Er setzt sich an die Bar, bestellte sich einen Drink und beobachtete die Frauen und die wenigen Gäste. Eine der Frauen war damit beschäftigt, einen Salat zuzubereiten. Ihre Blicke trafen sich und er fragte sie, ob sie auch etwas wolle, natürlich wollte sie und so kamen sie ins Gespräch. Sie war nicht mehr ganz jung, hatte aber eine schöne, schlanke Figur, die durch ein sehr hübsches, langes, fließendes Kleid deutlich betont wurde, allerdings war ihr Gesicht etwas merkwürdig, durch einige Pickel und Narben verunziert, aber das störte ihn nicht. Wichtig war, dass sie gerne bereit war, mit ihm in seinen Bungalow zu kommen, wenn er der Chefin etwas Geld geben würde, sozusagen als Abstandszahlung, damit man sie in der Bar entbehren konnte und natürlich wollte sie auch etwas, auch sie musste von dem leben, was sie bei diesen Geschäften bekam. Er gab beiden, was sie forderten und dann gingen sie zu Fuß das kurze Stück Weges bis zum Ressort. Nachdem sie alle Vorhänge dicht zugezogen hatte, damit auch niemand sie beobachten konnte, zog sie sich aus und kam zu ihm ins Bett. Sie war zärtlich und anschmiegsam und sie küssten sich leidenschaftlich und hatten dann Sex in verschiedenen Varianten und Positionen. Die Frau schien ausgehungert zu sein, denn sie konnte kaum genug von dem bekommen, was er ihr reichlich gab. Sie setzte ihren Körper voll und gekonnt ein, um ihn zu animieren, ihn anzumachen, ihn aufzugeilen und beide schafften es zu einem wirklich schönen, gemeinsamen Orgasmus. Danach waren sie erschöpft, aber sehr zufrieden. Sie blieb, bis sich der Morgen am Himmel über der Bucht ankündigte, um dann geräuschlos zu verschwinden.

Am letzten Tag seines Aufenthalts auf der Insel wollte er noch einmal das Zentrum der Stadt besichtigen. Er ließ ein Taxi kommen und ließ sich zu den wichtigsten Orten und Plätzen fahren, einen halben Tag Sightseeing pur. Mitten auf einer zentralen Kreuzung stand eine große, vergoldete Uhr, laut Reiseführer das Geschenk eines reichen Unternehmers. Sie war dem Turm von Big Ben nachgebildet, nur viel kitschiger. Den Nachmittag verbrachte er völlig entspannt am Pool und am Abend ging er zum Essen in das Restaurant daneben. Zusätzlich zu dem sehr guten Menü erwarteten ihn an diesem Tag auch ein Programm, bei dem einige Künstler sangen und tanzten. Er war von ihren Darbietungen durchaus angetan. Da es noch nicht spät war, bestellte er sich wieder ein Taxi und machte sich noch einmal auf den Weg in das Zentrum auf, zu dem Platz mit der Uhr. Dort hatten sich ziemlich viele Menschen versammelt und warteten offensichtlich auf ein Ereignis. Er setzte sich am Rande des Platzes auf eine Treppe neben eine junge Frau, die ihn freundlich anlächelte und ihm erklärte, das um Punkt zehn Uhr, eine Show beginnen würde. Diese Show bestand darin, dass zu den Glocken von Big Ben die Uhr in allen denkbaren, bunten ständig wechselnden Farben angestrahlt wurde. Das Ganze war ziemlich kitschig und dauerte auch ziemlich lange, aber die Zuschauer waren begeistert und klatschten, so auch die Hübsche an seiner Seite. Sie war ein junges, frisches Mädchen mit einem sehr hübschen Gesicht und langen, schwarzen Haaren in einem engen, schwarzen Kleid, das kaum ihre Oberschenkel bedeckte, aber ihre ein wenig üppige Figur sehr betonte und vor allem seinen Blick auf ihren Ausschnitt und ihren wohlgeformten Busen lenkte. Während sie warteten, kamen sie ins Gespräch und sie erzählte ihm wieder die bekannte Geschichte, dass sie aus einem Dorf in einer entfernten Provinz stamme und erst seit Kurzem hier in der Stadt sei, um Geld zu verdienen. Dort wo sie herkäme, gäbe es nichts, nur Landwirtschaft und auch ihre Eltern seien Bauern und sehr arm und auf ihre Unterstützung angewiesen. Sie arbeite in einer Bar ganz in der Nähe, erklärte sie, in der Happy Bar, er könne sie nicht verfehlen und er solle doch später auf ein Bier vorbeikommen, sie würde sich freuen. Er versprach es, und nachdem die Uhr aufgehört hatte, zu schlagen und das bunte Licht wieder erloschen war, verabschiedet sich das Farmergirl, wie er sie für sich nannte, mit einem freundlichen Lächeln. Er streifte noch eine Weile durch die nächtliche Stadt, besuchte den Nachtmarkt, ohne jedoch etwas zu kaufen, ging in einen Massagesalon, wo er nur eine Massage, sonst jedoch nichts erhielt. Nachdem er auch, ohne sich irritieren, ablenken oder anmachen zu lassen, an all den Schönen vorbeiging, die zwar keine Massagen, aber andere Vergnügungen anboten, erreichte er die Straße mit der Happy Bar und traf dort auch wieder das Farmergirl, das ihn erneut sehr freundlich anlächelte. Die Bar war zur Straße hin offen und nur durch eine Theke abgegrenzt. Der Raum dahinter wurde weitgehend von einem grünen Billardtisch eingenommen. An der Theke saßen zwei weitere Mädchen, die jeden Mann ansprachen, der auf der Straße vorbei ging, um ihn zum Bleiben und zu einem Drink zu animieren. Zwei weitere junge Frauen spielten Billard, sie lachten und schäkerten, sonst war niemand in der Bar, er war der einzige Kunde.

Schon nach kurzer Zeit fand er heraus, dass auch diese schwarzhaarige Schöne durchaus bereit war, mit in seinen Bungalow zu kommen, um die restliche Nacht bei ihm zu bleiben. Er musste auch hier, wie üblich, der Besitzerin der Bar, es war eine der beiden Billardspielerinnen, etwas Geld geben und natürlich erwartete auch die Schöne einen Obolus für ihre Dienstleistung, das war ganz normal und für ihn kein Problem. Sie nahmen ein Taxi und in dem Bungalow angekommen, inspizierte sie den Raum sehr interessiert, vermutlich war sie noch nie in solch einer Umgebung gewesen. Als er zur Sache kommen wollte, zierte sie sich erst ein bisschen, sagte sie sei sehr verlegen und bestand nicht nur darauf, dass er das Licht ausmachte, sie kroch zu ihm unter die Decke, ohne ihr schwarzes Kleid abgelegt zu haben und kuschelte sich an ihn. Sie hörte aber rasch auf, sich weiter zu zieren und als er sie auf den Mund küsste, erwiderte sie seine Küsse voller Lust und drückte sich noch enger an ihn. Sie roch etwas streng, als seine Nase ihren Körper beschnüffelte, vor allem unter ihren Achseln, aber genau dieser Geruch nach Heu und feuchter Erde, nach Farm und Landleben, machte ihn sehr an. Es gefiel ihm auch, sie im Bett auszuziehen, denn das war etwas Neues für ihn. Er half ihr das Kleid abzustreifen, dann löste er den BH und zog am Ende auch noch ihren Slip über die Beine und die Füße, dabei roch er an ihren intimsten Stellen und geilte sich so weiter auf. Noch während sie ihre Kleider anhatte, hatte er begonnen ihren festen, kompakten Körper zu liebkosen, ihre Brüste und ihren Hintern zu drücken und ihre braune Haut, die in immer größeren Teilen zugänglich wurde, zu küssen. Als beide genügend erregt waren, liebten sie sich auf eine unschuldige, freundliche Weise, sie lagen auf der Seite und er drang in sie ein und sie erwiderte seine Stöße mit ihrem Becken. Beiden gefiel, was sie taten und wie sie es taten, erreichten ihre Höhepunkte und am Ende waren sie erschöpft und glücklich. Das Farmergirl blieb die ganze Nacht, hatte auch keine Scheu mehr, sich ihm im Licht der Nachttischlampe nackt zu zeigen, als sie ins Bad ging, ihm ihre Nacktheit zu offenbaren, bevor sie sich wieder an ihn kuschelte. Sie schliefen ein und am Morgen freuten sich beide über das üppige Frühstück. Leider war damit auch schon sein letzter Tag auf der Insel angebrochen und er hatte keine Gelegenheit mehr, das angenehme Zusammensein mit dem Farmergirl zu wiederholen. Er nahm Abschied von der Insel, auf der er viel erlebt und viele positive Erfahrungen gemacht hatte, aber zugleich war er sich ziemlich sicher, dass dies sein einziger und auch letzter Aufenthalt im Paradies gewesen war.

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