Sie ging nach oben ins Bad und sah an sich herunter. Obwohl Nina eine Frau war, die das Natürliche liebte, rasierte sie sich sorgfältig die Beine. Auch ihr Schamhaar trimmte sie an den Rändern, denn sie wollte ihren Arbeitskollegen nicht mit ihrem «Wildwuchs» kompromittieren. Also kein Schamhaar, das unter dem Bikinihöschen hervorlugte. Nina hatte sich in der vorangehenden Woche tatsächlich Rasierzeug und einen Bikini gekauft, ziemlich knapp geschnitten, denn sie hatte einen längeren Urlaub mit ihrem Freund vor sich und wollte ihren Körper möglichst restlos bräunen, ihn der Sonne preisgeben, gut eingecrèmt, denn Nina hatte helle und sonnenempfindliche Haut.
Nach der Intimrasur zog sie ihr Bikiniunterteil an und fragte sich einen Moment lang, warum sie nicht gleich nackt in den Pool steigen konnte. Jon würde bestimmt nichts dagegen haben, und einmal im Wasser, würden von Nina ohnehin nur Kopf, Hals und Schultern zu sehen sein. Aber sie verwarf den kecken Gedanken und schob ihre Brüste ins Bikinioberteil. Sie zupfte den Stoff zurecht, zu verbergen gab es nicht viel, und sie steckte sich vor dem Badezimmerspiegel zufrieden das Haar hoch. Natürlich würde sie Jon nicht direkt im Bikini empfangen, ihr schien das zu anzüglich. Schließlich hatten die beiden ein Fachgespräch vor sich, und Nina wurde in diesem Moment bewusst, dass sie mit Jon in all den Jahren noch nie über etwas anderes geredet hatte als über berufliche Situationen. Sie schlüpfte aus dem schwarzen Bikini, verzichtete auf ihren BH, zog ihren dunkelblauen Sommerrock an und ging nach unten.
Auch für Jon bereitete sie zwei belegte Brote vor; sie freute sich darauf, ihn ein wenig zu verwöhnen. Womöglich würde es das erste und das letzte Mal sein, dass er bei ihr aufkreuzte.
Im Pool
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