Die Abteiltür ging etwas schwer auf, aber der Mann schaffte es. Er enterte das Abteil, ihren Koffer deponierte er in dem Gepäckfach über Kopf. Dann streckte er ihr die Hand entgegen und half ihr ins Abteil. Sie hatte eine helle Haut und ein hübsches Gesicht. Er mochte ihr Parfum. Die beiden Bänke standen sich gegenüber und der Abstand dazwischen war nicht sehr groß. Der Mann schloß die Tür. Das Abteil bot Platz für sechs Fahrgäste, der Mann hoffte, dass niemand auf die Idee kam, sich bei den beiden niederzulassen.
Die Dampflok pfiff, dann setzte sich der Zug langsam in Bewegung. Die Frau sass rückwärts zur Fahrtrichtung gewandt. Als der Zug Fahrt aufnahm, sprach sie den Mann an.
„Verzeihen Sie, ich habe nicht auf die Fahrtrichtung geachtet. Mir wird schlecht, wenn ich rückwärts fahre. Macht es Ihnen etwas aus, wenn wir die Plätze tauschen?“ Sie lächelte ihn schüchtern an.
„Nein, das macht mir nichts aus“ sagte der Mann.
Es war ziemlich eng in dem Abteil. Der Zug ruckelte und schaukelte und die beiden hatten Mühe, nach dem Aufstehen nicht umzufallen. Sie stützten sich an der Glasscheibe und an den Verstrebungen von der Gepäckablage ab. Endlich hatten sie getauscht und setzten sich. Jetzt waren allerdings ihre Beine verschwenkt. Ein Bein von ihr war zwischen seinen und umgekehrt.
„Das war sehr mutig von Ihnen, dem Farbigen zu helfen.“
„Ich mag es nicht, wenn jemand auf einen Hilflosen einprügelt.“
„Ich heiße Rose.“
„Mein Name ist Guy Falkner.“ Der Mann lüftete seinen Hut.
Die Frau versuchte, ihr Bein zwischen seinen zu entfernen. Sie probierte, ihren Fuß fast rechtwinklig aufzustellen und anzuheben. Es gelang ihr nicht.
„Gestatten Sie?“ Er fasste sie an den Fußknöchel und hob ihren Fuß hoch. Dann stellte er den Fuß zwischen seinen Beinen auf der Holzbank ab.
„Rose, heben Sie bitte den anderen Fuß und stellen ihn neben meinen Körper auf die Bank.“
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