", warf sie mir kleinlaut zurück und verschränkte wie ein junges Mädchen, welches vergeblich nach Erklärungen sucht, die Arme vor ihren reifen, stolzen Brüsten. Ganz schnell musste ich die Gedanken um ihren lieblos gesinnten
Gatten aus dieser Traumidylle verbannen – worauf sich mir ein auffälliges Foto in die erstmals von ihr abschweifenden Blicke warf, welches präsentierend auf einem der schmucken Regale einen Ehrenplatz inne zu haben schien:
"Sabrina, sag mal – wann habt ihr denn dieses Foto dort geschossen? Ist mir vorhin schon aufgefallen. Habt wirklich zwei goldige Jungs – und ich find es super, dass euer Tom und unser Andy so dicke Freunde geworden sind..."
"Find ich auch gut, ehrlich – zumal sie ja früher nie so gut miteinander konnten..."
Schweigend trottenden wir hinüber zu jenem Regal mit dem "rettenden Foto" darauf. Vorsichtig nahm sie es in ihre schlanken zarten Hände, wobei ich ganz nahe an sie heran ruckte. Mein Arm berührte sanft den Ihrigen und ich spürte in erregender Feinheit, wie die sensible Wärme ihrer Haut durch die offenen Stellen jener modischen Häkeljacke drangen und sinnliche Wellen mit sich trugen, deren Wirkung mich in einen reinen Taumel versetzte – quasi wie der Aufruf zu einem sinnlichen Prolog, wie ein leiser letzter Hilferuf aus unser beider Seelen...
Glücksrauschen durchkämmte meinen Körper von Süd nach Nord und von Nord nach Süd – und zum ersten male meldete sich der intimste Bote meiner Sehnsüchte in heftigster Ehrerbietung, als ich registrieren durfte, dass sich Sabrina wie ein zufriedener Engel an mich lehnte und sich ihr warmes, weiches Haar auf meiner Schläfe verlief.
Auch wenn sie mir bedeuten wollte, sie wäre in diesem Foto versunken – nun, sie ward sehr wohl versunken, aber in ganz anderen Tiefen...
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