In den Wind geschossen

Ein nicht alltägliches Leben - Teil 15

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In den Wind geschossen

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Grauhaariger

„Ein nicht alltägliches Leben“ ist die vierte Staffel der Geschichten um die Pilotin Olivia Andersson. Sie hat ihren Beginn in der Zeit nach Corona. Aufbauend auf Eine nicht alltägliche Beziehung, den zweiten Band mit Eine nicht alltägliche Ehe und Eine nicht alltägliche Familie.

„Oh, ja!“, grinste die Pilotin. „Habe ich Dich da ein wenig in Verlegenheit gebracht?“
„Hast Du“, gab André unumwunden zu.
„Und an genau diesem Abend sind wir meiner Frau und ihrem Liebhaber im Casino über den Weg gelaufen!“ Diesen Satz hatte der Kanadier vertrauensvoll in erster Linie an Martin gerichtet.
Martin. Mehrfach ertappte er sich selbst dabei, wie er den Ex-Liebhaber seiner Frau musterte. „Könnte so ein Typ seiner Ehe gefährlich werden?“, überlegte der Firmenchef mehr oder weniger permanent. Denn André verstand es, Olivias Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Dass er dabei auch ganz intime Details preisgab, könnte Absicht gewesen sein. „Eifersucht schüren“, kam Martin dabei in den Sinn!
Aber der Firmeninhaber verstand es, sich zu revanchieren. „Deine Frau muss ja ein ganz schöner Feger sein …“, mutmaßte er. „Gleich zwei potente Männer so nebenbei, wie mir Olivia berichtete!“ Dass Martin mit „potent“ eher auf die finanzielle Ausstattung und Position in der Firma anspielte als auf deren Ausdauer beim Geschlechtsverkehr, war Liv sonnenklar. Ob André Martins Anspielung ebenso deutete?
„Deborah hat bekommen, was sie wollte!“ Der Kanadier hatte durchaus verstanden und schaute Olivias Mann in die Augen. „Und nachdem sie die Stelle hatte, war dann nur noch dieser Edward übrig.“
„Der gefällt ihr?“, meinte Martin spitzbübisch.
„Tja, es sieht so aus!“, lachte André. Der Knoten schien geplatzt. Die beiden Männer prosteten sich und natürlich auch Olivia zu.
„Deine Frau ist, wie sagt man(?), fabulous, fantastisch!“ Dies verkündete André, nachdem man eine ganze Weile ein wenig eindeutig zweideutige Andeutungen gemacht und herumgeblödelt hatte.
„Nicht, dass ich sie jetzt heiraten wollte! Da wäre sie mir dann doch zu anstrengend“ André sah der Pilotin dabei geradeaus in die Augen.

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