Da wurden Dutzendweise Strafmandate fällig. Wir tauchten aus dem Nichts auf, schoben uns eine silberne Trillerpfeife zwischen die Lippen und beendeteten so die Schäferstündchen abrupt. „Sex ist hier streng verboten und wird geahndet“, sagte wir lapidar und legten den schreckenslahmen Flitterpaaren Handschellen an. Dann führten wir sie zu unserem Gefängniswagen, der oben am Strässchen stand, und machmal liessen wir die in Flagranti Ertappten einfach splitternackt. Im Knast würden wir sie eh neu einkleiden, aber dazu später.
Wir waren mal wieder unterwegs. Wie Wölfe witterten wir die unmittelbare Nähe eines kopulierenden Flitterpaars. Und tatsächlich: Wir wurden fündig. Vorne auf dem Mondfelsen, der so heisst, weil der Mond ihn um Mitternacht immer in ein geheimnisvolles Licht taucht, bewegte sich etwas. Erkan und ich robbten näher heran. Da war eine füllige Frau mit dichtem, dunklem Haar, und sie war am Reiten. Wir sahen sie von hinten, waren hypnotisiert von ihren riesigen Arschbacken, die vom Mondlicht gestreichelt wurden. Detailbesessen, wie wir nun mal sind, schlichen wir näher heran. Der Weiberhintern wabbelte, und wir vernahmen ein Keuchen. Die Frau, die mir selbst in Rückenansicht bekannt vorkam, war in Ekstase.
Der Mondfels war seitlich bewachsen, und im Schutz der stachligen Pflanzen kamen wir noch näher an das vögelnde Paar heran. Da sahen wir den Mann im Seitenprofil. Er schien ausgesprochen muskulös zu sein, und er hatte helles Haar. Seine Gespielin war tatsächlich etwas übergewichtig – aber ich mag Hüftringe bei Frauen. Ihr Busen war durch ihre Arme verdeckt – da waren nur diese ekstatischen Bewegungen, dieses Auf-und-Ab, das unsere ganze Welt beherrscht.
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