In der Südprovinz

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In der Südprovinz

In der Südprovinz

Anita Isiris

Die Wellen leckten am Felsfuss, und das Meerrauschen begleitete das Stöhnen der Frau. „Ey, das ist ja unsere Atusa!“ Erkan stiess mir mit dem Ellenbogen schmerzhaft in die Rippen, und fast hätte ich aufgeschrien. Jetzt ging auch mir ein Licht auf. Atusa. Sie war Verkäuferin im Cibo, unserem kleinen Lebensmittelladen, wo es auch Batterien, Zigaretten und Kondome gab. Salami. Gurken. Gewürze. Coca Cola. Mehl. Zucker. Milch. Kaffee, natürlich. Atusa besetzte die Phantasien von uns allen, wenn sie in ihrer viel zu knappen Arbeitsschürze an der Kasse sass und Preise in die Kasse tippte. Zwischen den Knöpfen, die bei jedem ihrer Atemzüge wegzusprengen drohten, war nackte Haut zu sehen. Die Haut von Atusas Busen. Die Schürze war aber zu eng, als dass wir ihre Brustwarzen hätten sehen können. Atusa hatte wundervolles schwarz-blaues Haar, ein rundliches, freundliches Gesicht, und einen schweren Unterleib, für den der Drehstuhl, auf dem sie sass, viel zu klein war. Der Stuhl verschwand geradezu zwischen ihren gigantischen Arschbacken. Atusas Eltern waren einfache Bauern und wohnten ausserhalb vom Dorf. Atusa war freundlich, lächelte allen zu, aber keiner von uns hatte sie je nackt gesehen, geschweige denn, Sex mit ihr gehabt. Dieses Nahbar-Unnahbare machte mich fast verrückt.

Und jetzt hatte ich sie vor mir, auf dem Mondfelsen, und sie fühlte sich unbeobachtet, das geile Luder. Und sie wurde von einem blonden Schwein aus dem Norden gevögelt. Das Paar war ein gefundenes Fressen für uns. Erkan schob sich die Trillerpfeife zwischen die Lippen, blies aber nicht gleich. So lange wie möglich wollte er teilhaben an Atusas Genuss. Sie gab sich der Nacht, dem Mond, gab sich dem Schwanz des Fremden hin, und die Meeresluft kühlte ihren erhitzten jungen Körper.

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