Sie ließ keine Stelle aus. Es hatte nichts Sexuelles gehabt, es hatte mehr wie eine Geste der Dankbarkeit für die Durchbrechung ihrer Einsamkeit und das gemeinsame Essen gewirkt. Als sie mit mir fertig gewesen war, hatte sie sich unverzüglich zum Waschbecken gedreht und begonnen, sich selbst zu waschen. Als ich das Bad verließ, war sie mit dem Waschlappen gerade zwischen ihren Beinen angelangt.
Das theatralische Gejauchze von Kris holte mich kurz in die Jetztzeit zurück. Sandra fiel mir ein. Manchmal hatten wir aufregende Dinge in Badezimmern getan. Es tat weh, an Sandra und ihr schreckliches Ende zu denken …
Flüchtig kam mir sogar Chantale oder wie immer sie wirklich hieß, in den Sinn, damals in Hollis, es war doch in Hollis gewesen? Ich hatte gekundschaftet, war bei dieser Zwangsprostituierten gelandet und hatte mich nicht beherrschen können. Ich hatte sie in den Arsch gefickt und als es mir kam, hatte ich diesem bedauernswerten Geschöpf alles in ihren Anus gespritzt. Kaum hatte ich mich noch einige Male in ihr bewegt, das Gefühl noch ein letztes Mal auskostend, bevor ich mich aus ihr zurückzog. Da war sie ohne Zeitverlust sofort zum Waschbecken gegangen, um sich unten herum zu waschen, und während ich noch meine Klamotten zusammensuchte, hatte sie die wenige Kleidung, die sie zu tragen hatte, bereits wieder an. Wortlos verließen wir, nachdem ich meinen Schwanz gewaschen hatte, die Stätte des Geschehens. Was hätten wir uns schon sagen sollen? – Was für ein deprimierendes Erlebnis. Stolz war ich nicht drauf.
Kris die inzwischen bei ihrer Spalte angekommen war, drehte sich kurz um, nicht auf den nassen Lappen achtend, der den ganzen Boden volltropfte. „Was ist mit dir, du bist so still?“
„Nichts, Schatz, hatte nur gerade ein bisschen nachgedacht.
In Feindesland
Nach dem großen Sterben – Die Bruderschaft
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