In fremden Töpfen

3. Teil aus Professor Doctor P. Orn

10 13-21 Minuten 0 Kommentare
In fremden Töpfen

In fremden Töpfen

Peter Hu

Wenn Sabin träumte, dann träumte sie auch gern recht bizarr. So wunderte es unsere Abenteuerin auch nicht, dass die wilden Männer neben ihren traditionellen Penisköchern, auch noch die üblichen Kochhauben westlicher Kochshows trugen. Schließlich waren sie ja Köche. Das wusste Sabin ja noch von dem Pfaffen, der ihr die Unterhaltung der Beiden übersetzt hatte.
Doch einen Übersetzer brauchte sie jetzt nicht mehr. Im Traum konnte sie jede Sprache verstehen...
So lauschte sie:
...„Schönes zartes Fleisch, ...das Kälbchen da drüben. Endlich mal ein Weibchen.“
„Missionare hängen mir ja schon ewig zum Hals heraus. Zähe alte Männer, ...ungesund ernährt, meistens Fettleber und viel zu pralle Galle. Schlechter Lebenswandel, kein Geschlechtsverkehr. Die können ja nicht schmecken, bei so viel Stau...“
„Da kann man nur noch mit vielen Gewürzen und langem Kochen was raus machen. Die taugen am besten als Suppenfleisch.“
...“Aber so ein zartes, junges Milchkälbchen, …braten, dünsten, backen; ...immer schön saftig, wenn man sie nicht verdirbt“, ...schwärmten die Küchenmeister.

„Auch der große Ochse war in den letzten Jahren nicht besonders zufrieden. Die zähen Kuttenträger haben unserem Volk weder Nachwuchs noch gute Ernten beschert. Ganz zu schweigen vom Jagdglück.“

„Na ja“ ...brummte der Andere nachdenklich.
„Die fremden Heilsbringer hatten schwarze Herzen. Und alte Männer vermögen es ohnehin kaum, des großen Stieres Gunst zu wecken... Aber die Goldhaarige… Da wird selbst mir der Stab im Köcher steif. Eigentlich schade, dass sie für den Ochsen bestimmt ist. Ich hätte sie gern vor dem Essen noch mal genommen. Ohnehin besser für den Geschmack. ...Gib noch mehr Zwiebeln in den Topf“...

...Sabin war nicht begeistert. Wenn sie hier schon geopfert werden sollte, dann doch bitte nach ihren eigenen Vorstellungen. Sie hatte durchaus eine soziale Ader; ...hatte daher auch nichts dagegen, etwas für bedrohte Völker zu tun.
Doch im Kochtopf zu landen, nur für den Kindersegen, das Kriegsglück, das wirtschaftliche Fortkommen und die Zukunftswünsche Anderer, das ging ihr doch entschieden zu weit.

Eine Gangbang-Party zu Ehren fremder Gottheiten. O.K. Da wäre sie gern dabei. Ein paar Tropfen Pussysaft und ne wunde Möse für den guten Zweck. Alles klar. Kein Thema. Sie wollte was erleben. Was mit heim nehmen, von ihrer Reise. Nicht nur beruflich.
Klar, wer nimmt, muss auch etwas geben. Aber gleich den ganzen Körper inklusive dem Leben darin? Das war schon etwas viel verlangt. Das sprengte den Rahmen.
Sie wollte ihrem Professor nahe sein. Bisschen was lernen, ...bisschen mit ihm ficken und ne gute Zeit haben. Fremde Kulturen kennen lernen, ...all das.
Teil ihrer Sitten und Gebräuche zu werden, war ja ganz nett. Aber gleich Teil ihres Speiseplans…?
Professor Orn! ...Wo steckte Orni? ...Hilfe!

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 3007

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben