Über Lenkas Bett hing ein Bild. «Frau am Fenster» von Salvador Dalì. Long John hatte das Bild vor langer Zeit einmal in Spanien bewundert – das Original, im Dalì-Museum. Das Bild ist in Blautönen gehalten und zeigt eine in sich versunkene Frau, im gestreiften Rock, mit nackten Unterschenkeln, aus einem Fenster in die Ferne blickend. Der Mittelpunkt des Gemäldes ist eigentlich der Arsch dieser rundlichen, jungen, leckeren Spanierin. Alles nur angedeutet. Aber die Streifen des Rocks über dem Hintern der Frau sind perspektivisch verzogen und lassen dessen Grösse erahnen.
Flink kletterte Lenka auf eine wacklige Holzleiter. Wusste sie, was sie da tat? Die Holzleiter stand allen Bewohnerinnen und Bewohnern zur Verfügung, wenn es etwa galt, Lampen aufzuhängen oder Tapeten auszubessern.
Als sie zuoberst stand, um Long John zu zeigen, wo das Holzleck war, nutzte dieser seine Sekundenbruchteilgelegenheit. Er stützte die Leiter und gab so vor, das Holzgerüst stabilisieren zu wollen. In Tat und Wahrheit riskierte er aber einen Blick unter Lenkas Nachthemd. Lenkas Oberschenkel! Und, Terra Incognita, Lenkas dunkel behaarte Vulva, perspektivisch, von unten. Long John atmete tief durch und spürte seine Sinne schwinden. Er hatte Lenkas Vulva geblickt. Würde er nun sterben, das Leben hätte sich gelohnt, bei allen Göttinnen dieses noch immer schönen Planeten. «Hey…», sagte Lenka und holte Long John wieder ins Leben zurück. «Ja… da kann man schon was machen», sagte er heiser. Lenkas… Vulva! Unter dem azurblauen Calida-Nachthemd! Natürlich haben alle Frauen unter ihrem Nachthemd eine Vulva. Wie sollte es auch anders sein? Aber keine wie die von Lenka. Geziert von einem hübschen schwarzen Wäldchen…
Long John wusste: Er hatte mehr bekommen, als er erwartet hatte. Viel mehr. Er musste es nun langsam angehen lassen, er musste Lenkas Vertrauen gewinnen. Er wollte, dass ihr Gesicht, ihre grünen Augen, leuchteten, wenn er ihr an einem der kommenden Sonntage wieder Brötchen vorbeibringen würde.
Und irgendwann… bei allen Göttinnen, die diesen Planeten bis heute beschützen… irgendwann würde er an ihren Bleistiftnippeln spielen dürfen. Ihre Zunge schmecken. Ihre feuchte Spalte bespielen. Und, dann, endlich, seinen Long John eintauchen lassen in Lenkas Inneres.
Und es würde sich gut anfühlen.
Für beide.
In Lenkas Wohnung
42 12-20 Minuten 2 Kommentare
In Lenkas Wohnung
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Dalí – Frau am Fenster
schreibt Venus
unglaublich anregend
schreibt michael_direkt