In Untersuchungshaft oder das Ende von Dr. Jeanrenaud

Der Therapeut

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In Untersuchungshaft oder das Ende von Dr. Jeanrenaud

In Untersuchungshaft oder das Ende von Dr. Jeanrenaud

Anita Isiris

Charlotte“, stammelte ich, sobald es wieder möglich war.

„Ouais – j'étais une de tes patientes“. Charlotte... war... einst... meine Patientin gewesen. Eine von diesen People of Colour, denen ich die Pille verschrieben und die ich untersucht hatte. Zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass ich immer schon ein Sensorium hatte für mittellose Frauen. Denen schenkte ich die Minipille, weil ich Frauen ja liebe durch und durch. Charlotte war wohl eine von ihnen gewesen. Sie drehte mehrmals den Kopf, wohl um sicherzugehen, dass der Korridor leer  war. Meine Zelle lag im Dunkeln, und ich stellte in diesem Moment fest, dass Charlotte vorsorglich ein Reinigungstuch über die blinkende Kamera links in der Ecke gelegt hatte. Dann presste sie sich an mich. „Je ne peux pas résister“, flüsterte sie. „Ich kann nicht widerstehen“. „Moi non plus...“, echote ich wie in einem dieser sinnlosen französischen Schlager, in denen es zwischen den Zeilen immer ums Vögeln geht. „Viens... entre... mes... reins“.

Charlotte kam schnell zur Sache. Viel Zeit hatten wir nicht. Sie schälte sich aus ihren Reinigungsfrauenklamotten und stand alsbald in der ganzen Pracht einer People of Colour vor mir. Warum bloss war ich bis anhin derart auf weisse Frauen fixiert gewesen? Charlottes ausladende Hüften. Ihr leicht gewellter Bauch. Ihre kräftigen Oberschenkel. Ihre ansehnlichen Titten mit den suckable Mamillen. Ich suckte an ihrer linken Mamille, so lange, bis Charlotte den Kopf zurückwarf. „Suçer“. So der französische Spezialterminus. Sie war voll rasiert, die Charlotte, was perfekt zu ihrer Mitte passte. Ich ertastete ihre Spalte, kennerisch, mit pulsierenden Schläfen. Wie viele Männer sie vor mir wohl schon gehabt hatte? Ich konnte mich nicht länger beherrschen, griff ins Fleisch der nackten Reinigungsfrau. Sie tat genau das Richtige: Sie legte ein Reinigungstuch auf den Boden, warf mein Kopfkissen darauf, kniete sich hin und beugte sich über meine Pritsche.

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