Intime Beichten - Teil 1

Erster Tag

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Intime Beichten - Teil 1

Intime Beichten - Teil 1

Joana Angelides

Das Spiel war noch nicht vorbei, im Gegenteil, es fing an, interessant zu werden.Es war eine prickelnde Situation. Rund um uns waren Menschen, die sich angeregt unterhielten, hinter mir, völlig verdeckt von dem Hibiskusstrauch, stand ein, im höchsten Maße erregter Mann und begann langsam seine Hand in meinen Ausschnitt zu schieben. Ich griff nach oben und zog einen Ast, der seitlich herunter hing zu mir herab und begann daran zu riechen. Dadurch verdeckte ich seine Hand und er konnte seine zärtlichen Berührungen an meinen Brustspitzen fortsetzen, ohne daß es von jemand bemerkt werden konnte. Ich mußte meine Augen schließen, denn die mich nun ebenfalls erfassende Unruhe würde sich sonst verräterisch bemerkbar machen.In diesem Augenblick drehte sich Paul nach mir um und bat um Entschuldigung, die Beratungen würden noch eine Weile dauern. Gott sei Dank, war es nur ein flüchtiger Blick, wie immer eben.
Ich nickte ihm zu und hob mein Glas. Er drehte sich wieder weg und ich legte meinen Kopf zurück und genoß die zärtlichen Berührungen des großen Unbekannten hinter mir.
"Komm in den Pavillon, ich möchte dich spüren!" Welche Stimme!
Er zog seine Hand langsam aus meinem Ausschnitt, was einen grausamen Abfall der Spannung in mir auslöste. Als ich mich umdrehte, war der Platz hinter mir leer.
Ich setzte meinen rechten Fuß wieder auf die Erde, war jedoch bemüht, die Blüte zwischen meinen Schenkeln zu halten, nahm meine Handtasche und ging langsam die wenigen Schritte zum Eingang des Pavillons.
Kaum hatte ich den Bogen des Einganges der ohne Türe war, durchschritten, als mich zwei Arme umfaßten und ich den heißen Atem eines Mannes in meinem Gesicht spürte.
Er bog mich zurück und sein Mund suchte meinen Hals, glitt weiter von dem kleinen Grübchen am Ende des Halses abwärts. Ich glaubte den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Mein Freund es ist wirklich schade, daß du solche Momente nicht erleben kannst, wie du sagst. Ich kann es dir zwar erzählen, doch es ist sicher nicht das selbe, bitte glaube mir.
Ich spürte gerade noch, wie die Blüte zu Boden fiel, das Zittern das mich befiel pflanzte sich in meinem ganzen Körper fort und ich war froh, daß die Stimmen der Menschen und die doch laute Musik rundherum unser Gestammel übertönten.
Dann tat sich der Himmel über mir auf und ich genoß diese Momente von unendlicher Zärtlichkeit, die mich Zeit und Raum vergessen ließen.
Wir schoben uns dann langsam wieder ins Freie, ich tastete nach der Steinbank und setzte mich wieder hin. Rund um mich drehte sich alles. Mein Glas stand noch dort und auch die Gruppe um Max war noch immer vertieft in Gespräche. Ich war sehr froh, daß mich niemand zu bemerken schien, daß niemand mit mir sprechen wollte. Hinter mir war ein Geräusch von knackenden Ästen zu hören und eine Männerhand ließ wie beiläufig meine Handtasche auf die Bank gleiten. Ich hatte sie im Pavillon fallen lassen und dann vergessen. Dann war ich mit meinen Gedanken und Gefühlen alleine.
Ich sah, wie der große Mann in dem weißen Anzug wieder an seinen Tisch zurück kehrte und sich setzte. Er hatte eine dieser Hibuskusblüten aus dem Pavillon in der Hand und roch mit geschlossenen Augen daran. Es war vielleicht jene Blüte, die ich verlor, als er mich hielt und mich seine Zärtlichkeiten in eine andere Welt katapultierten?
Lieber Freund, der Rest des Abends verlief wie immer.

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