Intime Beichten - Teil 2

Dritter Tag.

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Intime Beichten - Teil 2

Intime Beichten - Teil 2

Joana Angelides


Das noch immer anhaltende angenehme Gefühl strömte weiterhin durch mich hindurch, durchzog wärmend meinen Unterbauch und bewegte sich kribbelnd die Schenkel hinab, um dann dem Druck nachgebend, sich bahnbrechend in die, nun spürbaren Gegendruck ausübenden Knie meines Gegenübers zu ergießen.
Ein wenig Röte überzog seine Wangen und ich ergötzte mich an der Vorstellung, was sich wohl in seinem Inneren nun abspielen dürfte. Auf jeden Fall fühlte ich mich ihm gegenüber total überlegen und kostete dieses Gefühl voll aus. Er war mein Gefangener.
Wie sollte es nun weitergehen?
Er konnte sich ja schlecht nach vorne beugen und seiner Intention nachgebend, mein Oberteil aufknöpfen? Auch konnte er nicht erwarten, daß ich mich zu ihm hinüber beugen würde und meinerseits irgendwelche strategisch wichtigen Knöpfe bei ihm öffnen würde. Immerhin war die U-Bahn voll besetzt. Es war rush-hour.
Um ihn noch ein wenig mehr zu verwirren, knöpfte ich noch einen der Knöpfe meines Overals auf.
Er verstärkte nun den Eindruck des in die Enge Getriebenen, indem er seine Arme vorne verschränkte und mit einer energischen Kopfbewegung eine Strähne seines halblangen blonden Haares aus dem Gesicht stieb.
Ich hatte meine Augen noch immer in den seinen tief versenkt und hob nun meine beiden Arme nach oben und verschränkte sie hinter dem Nacken. Dadurch erzielte ich zwei Effekte. Zum ersten, wölbten sich meine Brüste noch weiter nach vorne und die Brustspitzen traten sehr deutlich hervor und zum zweiten rutschte ich ein wenig nach vorne und verstärkte den Druck auf seine Knie. Ob er wohl ahnte, daß ich auch keinen Slip trug?
Das war für seine, wie mir schien, Unerfahrenheit einfach zu viel. Er löste seine Knie von den meinen und stand energisch auf.
Das Schicksal meinte es nun mit uns beiden gut. Mit einem plötzlichen Ruck blieb die Bahn stehen. Alle Fahrgäste wurden durcheinander gewirbelt und mein Gegenüber fiel wie zufällig auf mich. Ich spürte seinen warmen Körper auf mir, sein männlicher, nach Holz und Honig duftender Geruch raubte mir fast den Verstand. Seine Hände griffen abstützend nach mir. Wie zufällig umfaßten seine Hände meine Brüste und so konnte er die Härte meiner Brustspitzen ganz deutlich spüren. Er hatte sich fallen lassen und lag nun auf mir. Sekundenlang berührten sich unsere Körper in einem vibrierenden Rhythmus. Ich empfand diese Berührungen wie eine gewollte Vereinigung zweier zufällig einander begegnenden Wesen, in einer für sie fremden Welt. Ein Schauer von Gefühlen überrannte mich, wie eine Kaskade, ich konnte es kaum glauben.
Da merkte ich, daß auch er seine Körperfunktionen nicht mehr unter Kontrolle hatte und mit mir gleichzeitig in diesem Augenblick einen Höhepunkt erlebte, in einer Intensität die mich überraschte.
Noch ein kurzes Anschmiegen seines Körpers und dann richtete er sich auf.
Halb über mich gebeugt flüsterte er:
"Fahren sie öfter mit diesem Zug?"
"Ab heute schon." Das war alles, was ich sagen konnte, dann stieg er aus.
Lieber Freund, du siehst es war wieder einer jener Nachmittage wie ich sie liebe.Vielleicht solltest du auch öfter mit der U-Bahn fahren?

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