Intime Beichten - Teil 3

Fünfter Tag.

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Intime Beichten - Teil 3

Intime Beichten - Teil 3

Joana Angelides


Der Raum lag im Halbdunkel, leise Musik war nun zu hören und auch der Geruch von Räucherstäbchen schwebte um mich.
Er kniete neben mir und begann nun an den Nadeln zu drehen, hielt einen seltsamen Rhythmus ein, der unregelmäßig Impulse aussendete.
Mein Körper begann leicht zu vibrieren, ich glaubte mich zu bewegen, obwohl ich ganz ruhig dalag und hin und her zu wogen, wie ein Kornfeld, wenn der Wind darüber streicht. Es erfaßte mich ein unglaubliches Glücksgefühl.
Langsam, aber stetig baute sich ein Spannungsfeld in mir auf und ich glaubte jeden Nerv zu spüren. Glaubte, daß meine Nerven wie feine Drähte zu singen begannen um Nachrichten von einem Ende meines Körpers zum anderen zu schicken.
In meinem Unterbauch begann es zu summen, wie in einem Bienenstock. Meine Brustspitzen waren dunkelrot und fest und wenn er sie zwischendurch berührte, wurde mein Körper zu einer Harfe, jeder Muskel und jede Sehne bewegten sich.
Ich begann leise Töne von mir zu geben, sie schwollen an zu einem wollüstigen Stöhnen um dann in leise Schreie überzugehen.
Er hielt mein Gesicht nun mit beiden Händen, da ich begann den Kopf hin und her zu werfen. Dann küßte er mich, intensivierte dabei mit einer Hand die Drehung einiger Nadeln, hielt mich aber weiterhin mit der anderen Hand fest.
Mein Freund, ich fühlte mich angeschlossen an ein Stromnetz der Erregung und des Fühlens, als würden mich viele Hände in den Himmel emporheben und den Göttern als Opfer darbieten.
Ich weiß nicht, wie lange ich so dalag, mit geschlossenen Augen, immer wieder einen Höhepunkt erlebend, der kaum abgeflaut, wieder neu entfacht und aufgebaut wurde.
Dieser Mann spielte auf mir, wie ein Virtuose auf seiner Geige. Er entlockt meinem Körper süße Töne,. Sie kamen unvermutet und plötzlich in einem Stakkatto, anschwellend zu einem Fortissimo und letztlich übergehend in ein Piano.

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