Ich spürte mehrmals wie sich unsere Körper vereinigten, um dann wieder auf Distanz gehen. Oder vereinigten sie sich doch nicht? Spielte mir mein, bis zum gerade noch Erträglichen auf geheizter Körper da etwas vor?
Er schaffte es immer wieder, mich in Ekstase zu versetzen um mich dann langsam zu beruhigen. Er küßte die Tränen der Erregung von meinem Gesicht und ließ mir immer wieder Pausen, in denen er für Augenblicke aus meinem Blickwinkel verschwand.
Ich hielt meine Augen aber meist geschlossen und hörte dabei leises Plätschern einer Brandung, dann wieder einen tosenden Wasserfall oder leises Klingeln von Glöckchen. Je nach Intensität der Empfindung waren die Geräusche leiser oder lauter.
Immer, wenn er wieder an mich herantrat und die Nadeln leicht drehte, begann dieses Spiel von vorne und ich glaubte, meinen Körper nicht mehr zu spüren, völlig schwerelos im Raum zu schweben getragen von unglaublichen Glücksgefühlen.
Irgendwann entfernte er die Nadel wieder, rieb mich mit duftenden Salben ein und nahm mich in seine Arme und wiegte mich leicht hin und her.
Die Erinnerung an die letzten beiden Stunden, an die verschiedenen Erlebnisse und Empfindungen verschmolz zu einem Ganzen. Ich konnte nicht mehr sagen, wann und ob mich der Einfluß der Nadeln diese wunderbaren Höhepunkte erleben ließ, oder ob es doch auch die Vereinigung unserer beiden Körper war. Es verschmolz alles zu einer Einheit.
An diesem Abend ging ich früher zu Bett, ließ die kleine Lampe auf meinem Nachtkästchen brennen und träumte mit offenen Augen von Tälern und Wiesen, von Meeresbrandung und zwei starken Armen, die mich darüber trugen.
Lieber Freund, ich hoffe, daß meine Beichte das Fenster zu möglichen menschlichen Empfindungen ein klein wenig geöffnet hat und dein Drang zum Voyerismus vorerst befriedigt ist.
Intime Beichten - Teil 3
Fünfter Tag.
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Intime Beichten - Teil 3
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