Intime Beichten - Teil 3

Fünfter Tag.

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Intime Beichten - Teil 3

Intime Beichten - Teil 3

Joana Angelides

Liebster Freund, ich hoffe meine Beichten bringen nicht zu viel Unruhe in dein selbst gewähltes Eremitendasein.Mein Entschluß, mehr Farbe in meine Nachmittage zu bringen, gesellschaftliche Schranken zu überspringen und alle moralischen Maßstäbe zu ignorieren, haben mir eine innere Ruhe bereitet, die ich wirklich genieße
Ich will diese aufregenden Stunden auf keinen Fall mehr missen und habe auch in den Augen von Irene ein neues Leuchten gesehen, das mich vermuten läßt, daß auch sie solche Arrangements getroffen hat.
Ihre Bewegungen sind gelöster und mit ein wenig mehr Schwung als sonst. Gleich mir sucht sie in den Augen unserer männlichen Bekannten nach Anhaltspunkten, ob nicht vielleicht dieser oder jener.... ?
Ich scheute mich jedoch sie direkt zu fragen und so schwebt es als eine unausgesprochene Frage zwischen uns.
Und heute morgen war wieder ein Mail da.
"Wenn Sie möchten, bitte kommen Sie wieder an die bekannte Adresse, zur gleichen Stunde und bereiten sie sich auf ein Erlebnis der besonderen Art vor."
Ich starrte den Bildschirm an und Hitze stieg in mir auf. Was hatte er heute mit mir vor? Gab es denn noch eine Steigerung?
Ich konnte den Nachmittag fast nicht erwarten und war vormittags beim Tennis sehr unkonzentriert. Von Irene verabschiedete ich mich sehr hastig und glaubte in ihren Augen ein funkelndes Licht zu sehen.
Ich duschte sehr sorgfältig und rieb meinen Körper dann mit einer duftenden Körperlotion ein.
Als ich das kleine Haus betrat, es war mir inzwischen vertraut geworden, spürte ich bereits eine quälende Unruhe in mir.
Er kam wieder von rückwärts auf mich zu und hatte wieder diese Maske angelegt, die ich nun schon kannte. Seine dunklen Augen brannten dahinter und sein sinnlicher Mund bewegte sich ein wenig zu einem Lächeln.
Er führte mich wieder in das Schlafzimmer und öffnete wie selbstverständlich den Zipp an meinem Kleid. Es glitt wieder von meinem Körper und ich stieg wie selbstverständlich darüber und setzte mich auf das Bett. Er stellte sich vor mich hin und zog mir das kleine seidene Hemdchen über den Kopf und berührte mit seinen Lippen meine Brustspitzen und legte mich dabei sanft auf den Rücken.
Er schob mir einen der kleinen Polster unter den Kopf und begann mich langsam und behutsam zu streicheln, mit der Handfläche von oben nach unten gehend und wieder nach oben, bis zum Brustansatz und wieder zurück.
Diesmal konnte ich ihn dabei sehen und es bereitete mir Vergnügen seinen muskulösen Körper dabei zu beobachten, wie er sich wie ein Panther auf und ab bewegte.
Er kniete neben mir und es schien als wollte er nie wieder damit aufhören.
"Haben sie sich schon einmal punktieren lassen?"
"Nein, noch nie!" Was hatte er vor?
"Ich möchte sie in das Land der Träume führen, möchte durch Punktieren Strömungen in ihnen frei legen, die sie noch nie erfahren haben. Haben sie keine Angst, ich habe das in Asien gelernt und habe auch eine Zulassung dafür."
Er zeigte an die Wand. Tatsächlich hingen dort zwei eingerahmte Diplome. Ich konnte aus der Entfernung nicht lesen was drauf stand, aber ich glaubte ihm.
"Erlauben sie mir, sie in diese Welt der Empfindungen und Träume zu führen?"
Ich war bereits im höchsten Masse erregt und konnte nur mehr Nicken.
Er nahm den Polster unter meinem Kopf wieder weg und schob eine Art Kopfrolle darunter.
Auch meine Beine wurden auf so eine Rolle gelegt,
Dann begann er wieder, mich mit dem duftenden Körperöl, das ich schon kannte, zu massieren und blickte mir dabei unentwegt in die Augen. Besondere Sorgfalt ließ er bei meinen Füßen walten, massierte jede meiner Zehen einzeln, fuhr wie zufällig auf meinen Fußsohlen auf und ab und ließ auch nicht davon ab, als meine Beine leicht zu zucken begannen.
Dann griff er hinter mich, holte eine Schale hervor und nahm einige dieser dünnen Nadeln und placierte sie an verschiedenen Stellen meines Körpers, ich spürte es kaum.
Der Raum lag im Halbdunkel, leise Musik war nun zu hören und auch der Geruch von Räucherstäbchen schwebte um mich.
Er kniete neben mir und begann nun an den Nadeln zu drehen, hielt einen seltsamen Rhythmus ein, der unregelmäßig Impulse aussendete.
Mein Körper begann leicht zu vibrieren, ich glaubte mich zu bewegen, obwohl ich ganz ruhig dalag und hin und her zu wogen, wie ein Kornfeld, wenn der Wind darüber streicht. Es erfaßte mich ein unglaubliches Glücksgefühl.
Langsam, aber stetig baute sich ein Spannungsfeld in mir auf und ich glaubte jeden Nerv zu spüren. Glaubte, daß meine Nerven wie feine Drähte zu singen begannen um Nachrichten von einem Ende meines Körpers zum anderen zu schicken.
In meinem Unterbauch begann es zu summen, wie in einem Bienenstock. Meine Brustspitzen waren dunkelrot und fest und wenn er sie zwischendurch berührte, wurde mein Körper zu einer Harfe, jeder Muskel und jede Sehne bewegten sich.
Ich begann leise Töne von mir zu geben, sie schwollen an zu einem wollüstigen Stöhnen um dann in leise Schreie überzugehen.
Er hielt mein Gesicht nun mit beiden Händen, da ich begann den Kopf hin und her zu werfen. Dann küßte er mich, intensivierte dabei mit einer Hand die Drehung einiger Nadeln, hielt mich aber weiterhin mit der anderen Hand fest.
Mein Freund, ich fühlte mich angeschlossen an ein Stromnetz der Erregung und des Fühlens, als würden mich viele Hände in den Himmel emporheben und den Göttern als Opfer darbieten.
Ich weiß nicht, wie lange ich so dalag, mit geschlossenen Augen, immer wieder einen Höhepunkt erlebend, der kaum abgeflaut, wieder neu entfacht und aufgebaut wurde.
Dieser Mann spielte auf mir, wie ein Virtuose auf seiner Geige. Er entlockt meinem Körper süße Töne,. Sie kamen unvermutet und plötzlich in einem Stakkatto, anschwellend zu einem Fortissimo und letztlich übergehend in ein Piano.
Ich spürte mehrmals wie sich unsere Körper vereinigten, um dann wieder auf Distanz gehen. Oder vereinigten sie sich doch nicht? Spielte mir mein, bis zum gerade noch Erträglichen auf geheizter Körper da etwas vor?
Er schaffte es immer wieder, mich in Ekstase zu versetzen um mich dann langsam zu beruhigen. Er küßte die Tränen der Erregung von meinem Gesicht und ließ mir immer wieder Pausen, in denen er für Augenblicke aus meinem Blickwinkel verschwand.
Ich hielt meine Augen aber meist geschlossen und hörte dabei leises Plätschern einer Brandung, dann wieder einen tosenden Wasserfall oder leises Klingeln von Glöckchen. Je nach Intensität der Empfindung waren die Geräusche leiser oder lauter.
Immer, wenn er wieder an mich herantrat und die Nadeln leicht drehte, begann dieses Spiel von vorne und ich glaubte, meinen Körper nicht mehr zu spüren, völlig schwerelos im Raum zu schweben getragen von unglaublichen Glücksgefühlen.
Irgendwann entfernte er die Nadel wieder, rieb mich mit duftenden Salben ein und nahm mich in seine Arme und wiegte mich leicht hin und her.
Die Erinnerung an die letzten beiden Stunden, an die verschiedenen Erlebnisse und Empfindungen verschmolz zu einem Ganzen. Ich konnte nicht mehr sagen, wann und ob mich der Einfluß der Nadeln diese wunderbaren Höhepunkte erleben ließ, oder ob es doch auch die Vereinigung unserer beiden Körper war. Es verschmolz alles zu einer Einheit.
An diesem Abend ging ich früher zu Bett, ließ die kleine Lampe auf meinem Nachtkästchen brennen und träumte mit offenen Augen von Tälern und Wiesen, von Meeresbrandung und zwei starken Armen, die mich darüber trugen.
Lieber Freund, ich hoffe, daß meine Beichte das Fenster zu möglichen menschlichen Empfindungen ein klein wenig geöffnet hat und dein Drang zum Voyerismus vorerst befriedigt ist.

Lieber Freund, die Fragen in deinem Mail haben mich zur Überzeugung gebracht, daß dich diese Geschichte doch etwas neugierig gemacht hat. Oder vielleicht sogar erregt?
Es waren nun schon einige Tage verstrichen, und kein neuerliches Mail kam, um mich wieder zu einer Session einzuladen. Ich wurde etwas unruhig. Da ich den Kontakt nicht herstellen konnte, kam ich mir wie ein Tier in einem Käfig vor, der abgedeckt ist. Einem Käfig der keinen Blick nach außen zuläßt.
Meinem Körper und meiner Seele fehlte diese totale Erlösung und ich suchte nach Möglichkeiten um diese zu finden.
Obwohl ich am Morgen beim gemeinsamen Frühstück mit Paul meine fast durchsichtigen, mit aufwendigen Spitzen umrandeten Dessous unter meinem Morgenmantel trug und ihm tiefe Einblicke gewährte, indem ich mich bewegte und streckte, ruhten seine Blicke nur ein oder zweimal prüfend auf mir.
Allerdings hatte ich das Gefühl, daß ich ihn etwas überraschte, als wir uns das letzte mal liebten. Für ihn unerwartet spielt mein Körper das neue Lebensgefühl, das mich seit meinen Ausflügen ins Land der Erotik erfaßt hat, voll aus und es kam zu einem leidenschaftlicheren Aufeinandertreffen unserer Sinne, als es bisher der Fall war.
Dann kam dieses erlösende Mail.
"Können und wollen Sie sich einen ganzen Tag frei machen? Wenn ja, dann kommen Sie bitte morgen um 10.ooh vormittags an die Ihnen schon bekannte Adresse."
Als Nachsatz bat er um die Begleichung der bisherigen Sessions, auf jeden Fall in bar, keinen Scheck. Es handelte sich um einen vierstelligen Betrag, der mir angemessen erschien.
Morgen war einer jener Tage, an denen Paul schon am frühen Morgen das Haus verließ und oft erst am nächsten Tag wieder kam. Er hatte den ganzen Tag Konferenzen und abends ein Essen mit den Geschäftspartner, wir Frauen waren da nur störend. Er schlief dann immer im Club in der Stadt und ging am nächsten Tag gleich wieder ins Büro. Es ging da sehr dramatisch und ernst zu, wurde nur über Zahlen gesprochen, sagte er.
Daher traf es sich wunderbar und ich hatte unbegrenzt Zeit.
Ich fand mich wieder pünktlich ein, wurde aber diesmal von einem sehr jungen, sehr hübschen jungen Mädchen empfangen.
Ich deponierte das Kuvert mit den Geldscheinen im Vorraum auf dem kleinen Tischchen unter dem Spiegel.
Sie lächelte mich an und führte mich in einen Raum, der ein Mischung zwischen Baderaum und Wintergarten war. Darin befand sich zwischen vielen Blumen, Palmen und hohen Grünpflanzen ein Massagetisch, kleinere Sitzgarnituren aus Rattan und ein Badebecken aus rosa Marmor. Man hörte auch ein Tonband mit Urwaldgeräuschen und gelegentlichen Vogellauten. Die Luft war gesättigt mit Feuchtigkeit und exotischen Düften.
Sie bedeute mir, ich soll mich ausziehen und legte mir Bademantel und ein paar Handtücher bereit.
Ich zog mich aus und wickelte mich in eines der Handtücher ein.
Dann kam sie wieder und bat mich, mich auf den Massagetisch zu legen.
Sie begann mit mir ein unverfängliches Gespräch zu führen und mich gleichzeitig zu massieren. Sie massierte mich so, wie mich noch nie jemand massiert hatte. Sie streichelte mich mehr, verwendete warmes, duftendes Öl, das eine sehr belebende Wirkung auf mich hatte. Erst nach einer Weile spürte ich, wie tausend Ameisen unter meiner Haut begannen hin und herzulaufen. Es war nur leise Musik, das Tonband mit den Geräuschen und ihre gleichmäßige Stimme zu hören.
Lieber Freund, ich weiß nicht, wie lange diese Massage gedauert hatte, doch es schien mir eine Ewigkeit zu sein, ich glaubte immer wieder zwischendurch, es nicht mehr länger ertragen zu können.
Sie massierte mich, beginnend bei meiner kleinen Zehe am rechten Fuß, langsam sich weiter hinauf arbeitend über meine Waden und der Kniekehle bis zu den Pobacken, kreist dort und verteilte dieses belebende Öl langsam, auch zwischen den Pobacken. Dann glitt sie den Rücken hinauf und ließ dabei keinen Wirbel aus.
Dann hieß sie mich umdrehen und massierte von der anderen Seite ausgehend von meinen Bauch, meinen Busen, strich immer wieder darüber. Ich wurde so unruhig, daß ich mich selbst berühren wollte, um das Kribbeln etwas mildern, doch das verhinderte sie immer wieder mit einer sanften Handbewegung und einem Lächeln.
In der Zwischenzeit kamen noch zwei junge Mädchen und brachten ein großes Tablett mit Köstlichkeiten herein sowie eine Schale Obst und stellten sie neben das rosa Badebecken. Sie ließen auch nach Mandarinen duftendes Wasser zufließen und ganz langsam füllte sich der Raum mit einem leichten Schleier von Dunst und Dampf und exotischen Gerüchen.
Nun hörte meine Masseuse auf und ging hinaus. Ich lag völlig nackt da, mein Körper war aufgewühlt und ich fühlte Hitze in mir aufsteigen. Ich begann nun mit meinen Händen auf meinen Körper leicht zu reiben, was aber die Empfindlichkeit der Haut nur noch mehr steigerte.
In diesem Augenblick öffnete sich die Türe und er kam herein.
Er war ebenfalls völlig nackt, hatte wieder diese grüne Maske auf seiner Augenpartie, nur seine Augen waren frei und sie brannten wieder wie schwarze Kohle aus seinem Gesicht.
Er berührte mich sanft, strich langsam auf meinem Körper entlang und löste dadurch natürlich leises Stöhnen bei mir aus. Ich war so empfindlich, daß sogar ein leichter Luftzug meine Haut zum Zittern brachte.
Er blickte mir nun in die Augen und hob mich sanft auf und ging mit mir zu dem Badebecken, stieg die drei Stufen hinab und ließ mich langsam hinein gleiten. Das Wasser war wunderbar, es war lauwarm und verstärkte in Kombination mit dem Öl das intensive Kribbeln nur noch mehr.
Auf der Wasseroberfläche schwammen einige Seerosen und lose Rosenblätter.
In dem Badebecken waren Düsen angebracht und diese erzeugten leichte Sprudel, die mich am ganzen Körper berührten und das Kribbeln etwas milderten, mich jedoch dafür wieder erregten. Selbst von unten kamen aus kleinen Düsen die Wasserstrahlen.
Er bettete mich sanft mit dem Kopf an den Rand des gepolsterten Beckens und bog leicht meine Schenkel auseinander. Wie tausend Finger spürte ich die dünnen, aber heftigen Unterwasserstrahlen an meinem ganzen Körper und auch an meiner intimsten Stelle und ich glaubte verrückt zu werden.
Ich muß aber gestehen, ich genoß das Sprudeln des Wassers und der Düsen auch. Um das Kribbeln und Tanzen der Ameisen unter meiner Haut zu bekämpfen warf ich meinen Körper hin und her. Es war wie der Tanz des Skorpions im Feuer.
Lieber Freund, kannst du dir vorstellen, wenn dein ganzer Körper von lauwarmen Wasser intensiv, aber zart berührt, gestreichelt und unerbittlich zum Zittern gebracht wird, was sich in deinem Innersten abspielt?
Er hielt mich dann mit seinem linken Arm fest und flüsterte mir beruhigende Worte ins Ohr. Hin und wieder schob er mir kleine Happen von dem neben dem Becken stehenden Tablett in den Mund. Dann wieder tranken wir eiskalten Champagner. Jedoch während der ganzen Zeit tanzten diese süßen, unerbittlichen Wasserstrahlen auf meinem Körper.
Dann spürte ich wieder seine Hände, seine Fingerkuppen auf jenen Punkten, die mich zum erglühen bringen, meine kleinen Schreie erstickte er sanft mit seinem Mund.
Als er mich endlich nahm, war es ein unglaublicher Flug über alle Grenzen hinaus in ein vom Klopfen meines eigenen Herzens beherrschten, sonst lautlosem Universum.
Nachdem wir aus dem Badebecken heraus gestiegen waren, hob er mich wieder auf, schlang ein Badetuch um mich und trug mich in das Zimmer, das ich als Schlafzimmer für mich erklärt habe. Ich lag in seinen Armen und fühlte jeden seiner Muskel.
Er legte mich dort hin und begann mich trocken zu reiben, immer wieder inne zu halten und mich zart an verschiedenen Punkten meines Körpers wieder mit diesem Öl zu benetzen.
Er wußte nun schon genau, wann ich beginnen würde, mich zu winden und um mehr zu betteln und begann dann von Neuem meine Sinne mit verschiedenen Berührungen und Worten auf eine Ebene zu heben, die mich Zeit und Raum vergessen ließen.
Ich war erstaunt, als ich das Taxi bestieg und feststellte, daß es bereits Abends war. Die Stunden waren vergangen in einem Rausch der Gefühle und Sinne, die ich nicht für möglich gehalten hätte.

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