Sie spielte an den Hinterbacken, knetete sie und zog sie genüsslich auseinander. So hatte ich freie Sicht auf eine wunderbare Rosette und den gepflegten Urwald um ihre Spalte. Dazwischen warf sie immer wieder einen Blick über die Schulter, um meine Reaktionen zu beurteilen. Es entwickelte sich ein Spiel aus Präsentation, kecken Schulterblicken und meinen Signalen. Mal lächelte ich, mal schaute ich bloß, mal machte ich Handzeichen. Bei ihr schien anzukommen, dass mich nicht unbeeindruckt ließ, was das gegenüber aufgeführt wurde. Dann zog sie sich genüsslich eine neue Garnitur an. Schwarzer String, der vorne mehr Durchblicke gewährte als etwas zu verdecken. Ein BH, der nur unten eine Schale hatte, die in Spitzen auslief und so noch mehr der Brüste frei ließ. Ich hatte inzwischen die Umgebung völlig vergessen. Die Menschen, die an mir vorbeieilten, Geräusche, Wortfetzen. Ich war ganz Auge für das Ereignis gegenüber. Sie fing an sich zu bewegen. Sie hatte das drauf und wusste, wie man sich ringelt und räkelt. Sie schien an einer imaginären Stange zu tanzen und einer Musik zu folgen, die nur sie hörte. Mir wurde es eng in der Hose. Zu gerne wäre ich zu ihr gegangen. Ich hätte solche Lust, diesem Live-Auftritt so nahe wie möglich zu sein. Wir spielten weiter auf Distanz – sie mit neuen Anproben, die sie lasziv an- und auszuziehen wusste. Dazwischen Phasen, in denen sie ihren nackten, göttlichen Körpers zelebrierte: Dieser Leib, der sich seiner Schönheit und Wirkung bewusst war, diese unbekannte Frau, die sich ihrer Lust mehr und mehr überließ.
Ich wurde ärgerlich, wenn mir Passanten den Blick versperrten oder plötzlich andere Kundinnen und das Personal des Ladens länger die Sicht verstellten. Ich wollte diesen Privat-Auftritt genießen, ungestört, ewig.
Irgendwann wechselte sie das Programm. Sie hörte auf zu tanzen. Die Bewegungen wurden kleiner.
Intimissimi
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