Irrgarten der Lust

Begierde - Teil 8

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Irrgarten der Lust

Irrgarten der Lust

Joana Angelides

Das sind die sexuellen Abenteuer des Journalisten Peter in mehreren Episoden.

Völlig überraschend und ohne Vorwarnung verstrickt sich der Journalist Peter in ein Netz von Drogen und seinen eigenen lüsternen Träumen.
Er flieht aus seiner gewohnten Umgebung, In der Hoffnung diesem peinigenden Laster zu entkommen. Er übernimmt den Auftrag seines Redakteurs, in fernen Ländern zu recherchieren, Berichte darüber zu schicken und gerät doch immer wieder in fast zerstörerische Abgründe, die Venusfalle schnappt erbarmungslos zu

Er stürzt sich in Abenteuer, erliegt seiner unendlichen Lust und Gier nach körperlicher und geistiger Befriedigung und hemmungslosen Sex. Er spürt, wie die Verzweiflung langsam und stetig von ihm Besitz ergreift, was er in Briefen an seinen väterlichen Freund und Mentor zu artikulieren versucht. Es ist ein verzweifelter Versuch, seinem eigenen Gefängnis zu entkommen.

Er ist immer wieder die hilflose Fliege im Netz seines eigenen Sexus.

Es ist mystisch und ein wenig unheimlich, wenn man vor übereinander getürmten riesigen Steinen steht, die, aufeinanderliegend, jeden Moment umzukippen drohen. Doch sie liegen wahrscheinlich schon Jahrhunderte da, oft nur durch eine kleine Auflagefläche miteinander verbunden. Ich mietete mich in einem kleinen Gasthof mit nur zwei Fremdenzimmern ein und streifte stundenlang durch den Wald. Hin und wieder hatte ich das Gefühl nicht allein zu sein, in meiner Fantasie sah ich sogar Gestalten um mich herum. Einmal grüßte mich sogar eine dieser weißhaarigen Gestalten, nur mit einer Art Kutte bekleidet und einem knorrigen Stock in der Hand, die aber sofort wieder in der Tiefe des Waldes verschwand. Ein Druide vielleicht, oder was sonst? Ich musste lächeln, dieser geheimnisvolle Wald verleitete mich offensichtlich zu Halluzinationen.

Am zweiten Tag, dem Tag des angekündigten Treffens, machte ich mich schon zu Mittag auf den Weg und durchstreifte den dichten Wald und seinen mit Wackelsteinen übersäten Lichtungen.

Mein Freund, es ist eine mystische Gegend, voller Sagen und Geschichten, man fühlt sich in die Welt der Druiden und Zwergen versetzt.

Da stand ich nun, umgeben von alten Bäumen, zwischen zwei dieser Felsentürme auf einer kleinen Lichtung und wagte nicht, sie zu berühren. Durch das Dickicht schimmerte im Hintergrund eine Felsenwand durch, die ich bisher nicht bemerkt hatte. Ich beschloss, sie näher zu erkunden. Da setzte plötzlich leichtes Nieseln ein und abendlicher Nebel stieg auf.

Mein Blick versank in dieser Nebelwand, den sich bewegenden Schleiern und dunklen Schatten dahinter, die wohl von den Bäumen am Waldrand stammen dürften. Ich konnte das nicht mehr genau bestimmen.

Durch die nun schon hereinbrechende Dämmerung warfen die von der Nässe herunterhängenden Äste dunkle Schatten und diese schienen sich auf mich zuzubewegen. Plötzlich begann es auch noch stärker zu regnen, ja es schüttete geradezu.

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