Sie beäugte sich kritisch, während Sabines Plan durch ihren Kopf spukte. Vielleicht hatte Manus kluge Freundin einfach Recht?
Bine traf den Nagel auf den Kopf, indem sie einen pragmatischen Ausweg ins Spiel gebracht hatte.
„Wir sollten ehrlich sein, und es Fräulein Reiser einfach erzählen. Petra hat einen Fehler gemacht, den wir nicht rückgängig machen können. Vielleicht kommen wir mit einmal übers Knie gelegt werden davon? Echt Manu, ich finde, dass wir diese Nacht zugeben sollten, ehe Frl. Reiser davon erfährt! Wenn wir großes Glück haben, kriegen wir es von Fräulein Reiser persönlich in ihrem Büro. Das wäre immer noch besser, als wenn es zu einer Lehrerkonferenz kommt. Dann fliegen wir alle!“
Manu hob sich den Rock an, um ihrem Spiegelbild den Po zu zeigen. „Vielleicht hat Bine ja recht!“ murmelte sie, während ihr blauer Hosenboden freche Grimassen schnitt. Dieses – im wahrsten Sinne des Wortes – Posieren vor dem Spiegel half Manu, sich mit dem Gedanken an Haue anzufreunden. Manu zupfte den Slip etwas tiefer, wobei ihr Gesicht einen wehmütigen Zug annahm. Ihre weißen Pobacken strahlten sie so unschuldig an, dass Manu gar nicht an eine Bestrafung denken mochte. Als das Lied der Searchers langsam ausklang, zog Manuela ihr Höschen nach oben. Es nutzte ja alles nichts! Manu sah auf die Uhr. Das Mädchen musste sich sputen, wenn es die Verabredung einhalten wollte. Manu machte den Plattenspieler aus, um sich mit Bine und Petra auf dem Pausenhof zu treffen. Petra war zerknirscht, da sie ja an allem Schuld hatte. Bine und Petra nahmen sie trotzdem in die Mitte. Die Mädchen kannten ihre Freundin, die einfach nicht den Mund halten konnte. Wenn Petra etwas Tolles erlebte, musste sie es den anderen prompt mitteilen. Sabine und Manuela wussten um diese Schwäche ihrer Freundin. Bine streichelte ihr den Rücken, während Manu ein Taschentuch hervorkramte. „Hör auf zu heulen, Petra!
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