Jessica out of control - lieber ne schwanzgierige als ne ganz schwierige

Out of control - Teil 3

43 5-9 Minuten 0 Kommentare
Jessica out of control - lieber ne schwanzgierige als ne ganz schwierige

Jessica out of control - lieber ne schwanzgierige als ne ganz schwierige

Svenja Ansbach

Sie war ziemlich sicher, dass gerade keine andere Frau in der Toilette war. Und wenn doch: in diesem Moment war es ihr egal!
Atemlos und zitternd stand sie dann noch eine Weile reglos vor der Schüssel um wieder runterzukommen. Endlich konnte sie den Slip hochziehen und den Kittel zuknöpfen. Sie nahm die Bürste vom Spülkasten, um sie zu betrachten. Nein, die konnte sie nicht zurücklegen! Man sah ihr allzu deutlich an, dass sie genotzüchtigt worden war. Jessica ließ sie in der Toilette im Mülleimer verschwinden. Sie war noch nicht ganz aus der Kabine, da meldete sich das haarlosen Biest erneut: „Aber, … aber heute Abend geht doch noch was, oder?“

Jessica gab sich empört, aber sie wusste, dass ihre Einflugschneise Recht hatte, heute Abend musste einfach noch irgendwas gehen. Auf aufwendigen Männerfang, mit aufbrezeln, ausgehen, Spesen machen, alles was ebenso dazugehört um eine fette Gurke abzuschleppen, hatte sie eigentlich keine Lust. Daher dachte sie während des weiteren Einräumens von Ware über andere Optionen nach.
Und dann mischte sich ihre Tropfsteinhöhle wieder ein: „Lass dir Michael kommen, ist so einfach wie eine Pizza bestellen.“
„Denk nicht mal dran!“ Aber während Jessica ihre permanent wollüstige Pforte zurechtwies, dachte sie darüber nach.
Michael hatte nach einigen Tagen doch zurückgefunden zu ihrer Tochter und vor etwa eineinhalb Wochen waren sie zum Essen da gewesen. Michael hatte sich nichts anmerken lassen und hatte den charmant schüchternen „Schwiegersohn auf Besuch“ gespielt. Aber als das junge Glück wieder verschwunden war und Jessica abräumte, bemerkte sie, dass er seine Telefonnummer auf seine Serviette geschrieben hatte. In diesem Moment war sie sicher, dass sie niemals bei ihm anrufen würde. In diesem Moment schwor sie sich das hoch und heilig - ehrlich!
Und zwei Minuten später hatte sie die Serviette wieder aus dem Müllereimer geklaubt und sich die Nummer an einem sicheren Ort notiert. Tagelang hatte sie tapfer nicht angerufen, aber jetzt, jetzt war sie genauso rollig wie ihr Erdbeermund.
„Ok, ich mach‘s.“ Sie spürte wie ihre Büchse erneut an zu sabbern fing.
„Geil, der Hengst war nämlich gut, der wusste genau, wo er was einstecken musste.
Jessica rief sofort an, als sie nach Hause kam: „Hallo, heute Abend? 20 Uhr?“
„Passt.“ Klick. Er hatte sofort wieder aufgelegt.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 6435

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben