Jessica out of control

Out of control - Teil 1

63 5-9 Minuten 3 Kommentare
Jessica out of control

Jessica out of control

Svenja Ansbach

Als Jessica aufwachte, wusste sie es. Gestern hatte sie es schon geahnt, aber heute war sie sicher. Ihr Zyklus strebte seinem Höhepunkt entgegen, dem regelmäßig wiederkehrenden Tag der unkontrollierbaren Geilheit. Und ausgerechnet heute hatte sie frei. Aber wenn sie, um sich abzulenken, heute bei ihrem Arbeitgeber im ‚Walmart‘ auflaufen würde, würde das auch Fragen aufwerfen.

Missmutig dachte sie an einige der „letzten Male“. Da war der Pizzabote, der sie um ein Haar wegen sexueller Belästigung anzeigen wollte, nur weil sie nackt die Haustür geöffnet hatte oder der Paketzusteller, den sie ins Haus gelockt hatte und der sich dann als stockschwul rausstellte ... Und das waren nur die harmlosen Fälle gewesen, also die ohne langwierige Nachwirkungen und Verwicklungen.

Immerhin, da war auch noch die „Kelly family“ in ihrer Schublade. Zur Not würde eines oder mehrere der Familienmitglieder heute einmal oder mehrfach zum Einsatz kommen. „Kelly family“ - ihr Name für die Dildo- und Vibratorensammlung in ihrem Nachtkästchen, weil die Lustspender in Form und Größe höchst unterschiedlich, und von der Kopfzahl her in etwa der irischen Zottelbande entsprachen.
Klar, sie könnte sich einen dauerhaften Besorger suchen, sie sah ja schließlich nicht schlecht aus für ihre 45, aber an normalen Tagen war sie ja auch so mit ihrem Leben zufrieden, mit den Freiheiten, zu tun und zu lassen was sie wollte, und ab und zu schaute eben mal einer von den „Kellys“ rein …
Es waren nur die „nicht normalen Tage“, wenn ihre ‚little Miss‘ außer Rand und Band geriet, die ihr ein bisschen Kummer bereiteten.

Es würde ein sehr heißer Sommertag werden und so war es schon um 8 Uhr morgens sehr warm. Jessica stellte sich mit einer Tasse Kaffee an das Fenster und sah den Bauarbeitern zu, die seit gestern Morgen den Wasserrohrbruch in ihrer Straße reparierten. Sie schienen gerade fertig zu werden.

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Ob Sie Jessica noch in Schwierigkeiten bringt ...

schreibt Anamur

aber ja lieber Jo_Diarist, und nicht nur einmal. Und ja, jeder Hormongestörte (oder -gesteuerte?) weiß das, wenn "untenrum" das Kommando übernimmt, dann menschelt es häufig sehr. Danke danke, liebe (oder lieber?) AnMa. Helmut Schmidt würde auf Hamburgisch gesagt haben, "man hat sich bemüht". Noch was mit "W" wie Wurstfach? Wie wärs mit Wassermühle, Wunde, Wurmklemmer, Wegenge, Wonneköfferchen (und für die Klit) Wetzstein, Wonneknopf, Wunderpunkt.

Die Sache mit dem Zyklus ...

schreibt AnMa

... ist, dass er einen Menschen wie die Protagonistin Jessica physisch und körperlich beschäftigen und in verrückte Situationen bringen kann. Oder im Falle der fünf Geschichten einen Leser wie mich fesseln. Die Autorin hat es mit ihrem locker, flapsigen Erzählstil wieder einmal geschafft, dass man sich an Jessicas Nöten und Abenteuern und der Unersättlichkeit von Jessicas haarigen Luders mit einem Dauergrinsen weiden kann. Sehr amüsant, die Dialoge mit der 'Flexitarierin' zwischen ihren Beinen. Am beeindruckendsten aber die Ausdrücke! Man könnte mit diesen fünf Folgen bereits einen Thesaurus für erotische Geschichten erstellen. Unglaublich dieser Wortreichtum. Wo hat man denn schon einmal 'nimmersattes Wurstfach' gehört oder gelesen? *rofl* Danke für dieses Lesevergnügen!

Was für eine vorlaute Mitstreiterin :-)

schreibt Jo_Diarist

Es liest sich ja lustig, aber ich denke es ist schon nicht so einfach mit so einer vorlauten Mitstreiterin zu leben. Ob die Jessica noch in Schwierigkeiten bringt?

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