Joggingrunde

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Joggingrunde

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T. D. Rosari

Ein anderer, noch mächtigerer Aspekt ihrer Persönlichkeit wünschte sich, dass dieser paradiesische Zustand ewig anhalten möge.
Julian war auch an seine Grenzen gekommen. Er atmete schwer. Gerade, als Bridget befürchtete, das Bewusstsein zu verlieren, ließ Julian von ihr ab. „Ich habe noch die eine Frau gehabt, die so gierig nach Schwänzen ist!“, meinte er anerkennend und begann, Bridget mit seinen Fingern zu stimulieren. Zuerst bekam Bridget dies nur in einer Nische ihres Bewusstseins mit – zu sehr war sie mit ihrer Atmung und ihrer Erschöpfung beschäftigt. Bald aber forderte ihre Lust wieder ihre ganze Aufmerksamkeit. Wie konzentrische Kreise in einem Teich breitete sich ihr triebhaftes Verlangen auf ein Neues in ihrem Körper aus. Ihre Lust brauchte nun dringend, dringend ein Ventil in Form eines funkensprühenden Orgasmus. Doch nun bestätigte sich der Verdacht, den sie schon zuvor gegenüber Julian gehegt hatte: Er war ein Sadist.
Mit geschickten Fingern führte er Bridget an den Gipfel der Lust. Mit traumwandlerischer Sicherheit entsagte er ihr aber im letzten Moment den befreienden Höhepunkt. Dann ließ er von ihr ab und ließ sie ein wenig zur Ruhe kommen. Nun gab es Küsse und harmlosere Streicheleinheiten – diese Zärtlichkeiten standen in seltsamen Kontrast zur triebhaften Impulsivität, die er zuvor an den Tag gelegt hatte. Gerade, als Bridget das Gefühl hatte, dass ihr sexuelles Feuer langsam zu einer kleinen Flamme wurde, verschärfte Julian wieder die Gangart.
Irgendwann fand sich Bridget wieder in vornübergebeugter Position vor Julian. „Dieses Mal darfst du kommen!

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