Johanna und die Lady in Black

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Johanna und die Lady in Black

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Stayhungry

Nur, warum eigentlich nicht? Grundsätzlich war Johanna keine Verfechterin der Großstadtarroganz, die K. partout nicht leiden konnte, aber sie erlag ihr doch immer wieder. Auf dem Weg hierher hatte sie im Auto K. ihre Irritation durch Patrizias wohl nicht scherzhafte Offerte bekannt. „Noch keine Mädchenspiele ausprobiert?“, fragte K. ein wenig überrascht. „Du bist doch in sexuellen Dingen so aufgeschlossen!“
„Nein,“ antwortete Johanna. „Ich hatte bisher nicht das Bedürfnis nach so etwas.“
„Aber wir waren doch mit Celine zusammen?“ wunderte sich K. und korrigierte sich gleich selbst. „Nein, da wart ihr halt beide mit mir zusammen, hattet aber kein großes Interesse aneinander.“
„Stimmt!“ freute sich Johanna, dass der Groschen bei K. gefallen war. „Ich mag Celine und ich finde sie sehr hübsch, aber Verlangen nach ihr habe ich nicht so stark empfunden. Ich meine, ist schon geil, nicht nur zu zweit zu sein. Aber die Avance deiner Sängerin, ich weiß nicht, macht mich unruhig, nervös, verlegen, aber sie wühlt mich auch auf. Lass uns heimfahren!“
„Willst du das wirklich?“ fragte K. „Nein, keine Ahnung, eigentlich nicht. Aber ich will nicht allein mit ihr was anfangen. Kannst du nicht bei mir bleiben?“ fragte Johanna fast mädchenhaft unsicher.

„Das wird Pat nicht mögen, sie hat's echt nicht mit Männern!“
„Ein bisschen Bi schadet nie!“, zitierte Johanna melancholisch die französische Studienkollegin ihrer Mutter aus deren Tagebuch. „Wär' echt einfacher!“, seufzte sie. „Geh' halt nicht drauf ein, wenn sie dich nochmal anmacht“, riet K. ihr schmunzelnd, „die verträgt das schon!“
„Wenn das so einfach wäre, mein Sexgott!“, seufzte Johanna und küsste ihn auf die Wange. „Seit ich mit dir zusammen bin, hab' ich solche Lust, alles auszuprobieren! Aber ich merke, ich will es zusammen mit dir ausprobieren!

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