„Ja, dem ist das das Wichtigste überhaupt. Wenn ich nach meinem klitoralen Orgasmus sagen würde: Mehr will ich nicht, jetzt ist Schluss! Er wäre nicht sauer. Es ist für ihn das Geilste, was es gibt! Er will nur die Frau, ihr Fühlen, ihre Zuwendung, ihre Ekstase, ihren Duft, ihren Geschmack, ihre Zuckungen, ihre Lebendigkeit, ihre Kraft, ihre Schwäche! Er will das ganze Leben spüren in der intimen Begegnung! Und das habe ich bei dir jetzt auch erlebt! Das ist echt Wahnsinn!“, sprudelte es begeistert aus Johanna heraus.
„Willst du jetzt lieber mit mir schlafen als mit ihm?“, fragte Patrizia mit großen Augen und hochgezogenen Brauen.
„Weiß nicht!“, bekannte Johanna bedauernd. „Aber dass es so schön ist mit dir, hatte ich nicht geahnt! Nein, geahnt schon, aber unklar eben, wie denn auch sonst! Bist du traurig?“
„Nein“, sagte Patrizia ausweichend, „nicht wirklich. Ich wusste ja, dass du nur etwas ausprobierst und dann wieder weg bist. Und ich versteh, dass du K. magst.“ Johanna suchte die Traurigkeit in Patrizias Augen, aber dort war nur ein kleines bisschen Melancholie und viel aufrichtige, warme Zuneigung für die Liebhaberin dieser Nacht.
„K. wird immer sanfter“, begann Johanna zu erzählen. „Manchmal dringt er einfach im Schlaf zart in mich ein, nur um mir ganz nah zu sein. Was meine Freundinnen als halbe Vergewaltigung sehen, mag ich recht gern. Ich sag’ immer: Ja, fick mich ein wenig in den Schlaf, und wenn er dann mit seinen vorsichtigen Stößen gekommen ist, schlaf’ ich in seinen Armen wieder ein. In hellwachem Zustand will ich seine ganze eruptierende Kraft, seine harten Muskeln, seine wilden, gierigen Stöße. Er ist der erste Mann, der mich nicht nach kurzer Zeit genervt hat! Er ist nicht ängstlich, schüchtern oder zurückhaltend, aber er hat ein geniales Gespür für meine Gefühle.
Johanna und Patrizia
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Johanna und Patrizia
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