Josef hatte rein gar nichts für Frauen übrig. Zumindest hatte Ferdi das bisher angenommen. Er räusperte sich, worauf Josef zur Tür blickte. Der Tanzlehrer errötete, als er seinen Liebhaber im Türrahmen stehen sah. Nun entdeckte auch Pola den Zuschauer. Sie lächelte Ferdi freundlich zu, was angesichts ihrer peinlichen Lage beinahe lustig wirkte. „Kannst du mir bitte erklären, was hier gespielt wird?“ Ferdi machte auf Pola nicht den Eindruck, dass er das Gesehene als spaßig auffasste. „Ferdi, es ist nicht so, wie es für dich aussieht! Fräulein Pola bat mich um diese Form der Nachhilfe. Sie braucht eine besondere Motivation, um ihre Ziele verwirklichen zu können, Ich will ihr dabei behilflich sein.“
Pola erhob sich von Josefs Schoß. Sie zog den Saum ihres Hemdchens mit beiden Händen lang, um dadurch ihre Blöße zu bedecken, was jedoch nicht von Erfolg gekrönt war. „Es stimmt, was Herr Bartok sagt. Er hat mir zuliebe zugestimmt, dass er mir helfen wird, eine bessere Tänzerin zu werden. Das funktioniert am besten, wenn ich hin und wieder was hintendrauf bekomme. Ich bin Herrn Bartok so dankbar, dass er mir hilft. Es mag für sie seltsam klingen, aber es ist die Wahrheit!“ Ferdi betrachtete die halbnackte Schöne mit Skepsis. Was sie sagte, klang zwar plausibel, aber auch absolut ungewöhnlich, Andererseits wusste Ferdi, dass Josef noch nie mit einer Frau geschlafen hatte. Er fühlte sich seit seiner Jugend zu Männern hingezogen und Ferdi konnte sich nicht vorstellen, dass sich das von heute auf morgen geändert hatte. Josef schob beide Hände in seine Hosentaschen, nachdem auch er aufgestanden war. Heute war bereits das fünfte Mal, dass er Pola den Hintern gewärmt hatte. Josef musste sich eingestehen, dass er den Druck des Frauenkörpers auf seinen Lenden als angenehm wahrnahm.
Josefs Versuchung
Prager Winkelhuren
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