Josefs Versuchung

Prager Winkelhuren

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Josefs  Versuchung

Josefs Versuchung

Andreas

Er verstand die Welt nicht mehr. Josef Bartok fragte sich, was diese junge Frau in ihm ausgelöst hatte. Pola Blecha gehörte zu seinen Ballettschülerinnen, wobei sie nicht durch besonderen Ehrgeiz auffiel. Dafür besaß die hübsche Dame andere Vorzüge, die Josef bisher nur bedingt interessiert hatten. Dies änderte sich, als Polas viel zu enges Trikot beim Grand-Plié, der tiefen Kniebeuge, auf Höhe ihrer Kehrseite aufplatzte und sie den irritierten Tanzlehrer für diesen Eklat auf unorthodoxe Weise um Verzeihung bat. Josef versohlte Pola nach dem Training den Hintern und er musste sich eingestehen, dass ihm diese aufregende Bestrafung sehr viel Spaß machte. Pola bat ihn, diese Form der Motivation beizubehalten, um eine bessere Ballerina werden zu können. Es bürgerte sich schnell ein, dass Pola nach den Proben dableiben musste, während ihre Mitschülerinnen den Heimweg antraten. An einem heißen Sommertag kam es erneut zu einer Nachbesprechung zwischen Lehrer und Schülerin. Während Josef das Fräulein Blecha übers Knie legte, näherte sich sein Freund Ferdi der Ballettschule. Ferdi hatte den spontanen Einfall, Josef zu überraschen, indem er ihn zu einem gemeinsamen Abendessen einlud. Der blonde Österreicher betrat das Gebäude, wobei er seltsame Geräusche wahrnahm. Ferdi vermutete, dass Josef in die Hände klatschte, um seine Elevinnen anzufeuern. Vielleicht bekam eine von ihnen eine Zusatzstunde nach dem eigentlichen Unterricht? Als er die Tür öffnete, erwiesen sich seine Vermutungen jedoch als falsch. Josef saß auf einem Stuhl und hatte dabei eine junge, gut gebaute Frau überm Schoß liegen. Zu Ferdis Überraschung hatte sie nur ein Hemdchen am üppigen Leib, das jedoch nicht lang genug war, um ihr strammes Hinterteil  verdecken zu können. Ferdi konnte es nicht fassen.

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