Josie Teil 3

Die Magie des Wassers

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Josie Teil 3

Josie Teil 3

Gero Hard

„Nein, nichts weiß ich darüber. Die Leute reden, aber vielleicht auch viel dummes Zeug! Sag du mir, wie es wirklich war.“
„Stimmt! Man dichtet mir viele Affären an, oder Nutten, die ich mir angeblich oft kommen lasse, oder Mitarbeiterinnen, die sich bei mir hochschlafen wollen. Ich schwöre Schatz, nichts davon stimmt! Wenn du es genau wissen möchtest, frag‘ Franzi. Ich werde ihr sagen, sie soll dir gegenüber absolut ehrlich sein. Sie würde mich sonst schützen wollen ich weiß das.“
„Es ist gut, dass du es langsam angehen lassen möchtest. Ich denke wirklich, wir wissen noch nicht viel Privates von einander. Vielleicht gibt es ja Dinge, wo es gar nicht passt und letztendlich eine Beziehung unmöglich macht.“
„So was wie dein Dreier?“
„Na toll, danke! Streu noch Salz in die Wunde. Sowas passt für dich gar nicht? Wieso denn dann dein Liebesgeständnis? Aber ja, so was meine ich. Oder andere Altlasten, wie Falk zum Beispiel.“
„Touché! Das mit dem Dreier besprechen wir ein anderes Mal. Jetzt lass uns weiterfahren!“

Mit ängstlicher Zurückhaltung legte ich meine Hände auf die Gashebel. Ein Gefühl von Macht durchströmte mich, als ich sie nach vorn drückte, wodurch das sonore Brummen des Motors wieder etwas lauter wurde. Herrin über so ein großes Boot zu sein, machte meine Brust ein Stück breiter.
Chris bemerkte meine Unsicherheit sofort und legte seine Hand über meine Finger. Zusammen schoben wir die Hebel nach vorn, damit legte der Motor weiter an Drehzahl zu. Majestätisch schwebte der schwere Bootskörper über das Wasser. Ich lächelte ihn über meine Schulter hinweg an, freute mich, wie ein kleines Mädchen auf Urlaub mit meinen Eltern.

Ich, die Chefin über 400 PS, über Richtung und Geschwindigkeit! Es machte mich stolz, so ein großes Boot zu lenken, auch, wenn es Chris sich nicht nehmen ließ, mich am Ruder zu korrigieren, falls das nötig war. Vielleicht tat er das aber auch nur, um mir ganz nah zu sein, um gelegentlich mit seinem Arm meine Brüste zu berühren, oder über sie hinweg zu streifen. Mir war es egal, weil mich das Erlebnis gerade völlig überwältigte.

****

Sexuell gesehen befand ich mich nach dem Dreier im Notlauf. Danach hatte ich mir nämlich keinen Schwanz mehr gegönnt, obwohl mir des Öfteren sehr danach war. Jetzt hatte ich nach unserem gegenseitigen Geständnis direkt einen in greifbarer Nähe, wieso griff ich nicht einfach danach? Warum nahm ich mir nicht, wonach mir und meiner Möse der Sinn stand? Es juckte schon ziemlich in meinen Fingern, das zu tun … und nicht nur da.

Ich hatte total Bock auf Chris. Schon öfter, immer mal wieder zwischendurch. Aber jetzt, wo wir mehr nackt als angezogen nebeneinander standen, mehr denn je. Nur war das hier an Bord im Augenblick absolut unmöglich!
Franzi tat mir so schon leid genug, weil sie den Zwerg die ganz Zeit bespaßen musste, während wir verliebt am Ruder standen.
„Was hast du heute noch mit uns vor Schatz?“, war ich neugierig.
„Ich wollte da drüben einen Badestrand ansteuern und dann mit euch ein wenig in der Sonne bruzzeln, Falk badet so gerne. Und später irgendwo einen Happen hamstern, dachte ich.“, zeigte er dabei in die Ferne.
„Klingt gut, dann kann ich gleich Franzi ablösen, die hat den Jungen schon die ganze Zeit bei sich.“
„Kannst auch jetzt schon runter gehen, wenn du möchtest. Nicht, dass ich dich loswerden wollte, aber ich sehe doch deinen Blick.“, zuckte er eine seiner Schultern.
Langsam glitt ich von dem Lederstuhl, drehte mich zu ihm und gab ihm einen schmachtenden Kuss auf den Mund.
„Bis gleich mein Großer, ich liebe dich.“, sagte ich gerade laut genug, um das gut gedämpfte Motorengeräusch zu übertönen, und stieg die Treppe hinab.

****

An Deck fehlte der frische Fahrtwind durch die Aufbauten, die aber gleichzeitig ein wenig Schatten boten. Franzi spielte mit Falk ein einfaches Brettspiel ‚Fang den Hut‘? Ja, so hieß es wohl und Falk lachte sich scheckig, wenn es ihm gelungen war, den Klotz von Franzi zu fangen. Als er mich entdeckte, sprang er sofort auf und wollte bei mir auf den Arm. Ich kam ihm zuvor, setzte mich auf den Holzboden. Der kleine Kerl legte mir seinen Arm um die Schulter wie ein Großer und lächelte mich an. Aus dem würde sicher mal ein richtiger Charmeur werden. Eilig sicherte er sich den Platz zwischen meinen Beinen und rückte so dicht es eben ging an mich heran.

„Möchtest du dich ausruhen gehen? Ich löse dich gern ab.“, bot ich Franzi an.
„Das würdest du machen?“, entgegnete sie erstaunt.
„Natürlich, warum erstaunt dich das so?“
„Chris hatte nach der Beziehung mit Falks Mutter noch drei oder vier Freundinnen, mit denen es länger ging. Aber die setzten sich immer ins gemachte Nest, ließen sich von mir von vorn bis hinten bedienen und wollten auch mit Falk nicht wirklich viel zu tun haben.“
„Was? Quatsch! Der ist doch total knuffig. Ich mag ihn, deshalb macht es mir auch rein gar nichts aus, mich mit ihm zu beschäftigen. Geh nur, es ist ok, wirklich.“
Franzi stand auf und ging in Richtung Kajütentür, nicht ohne mir liebevoll über die Wange zu streichen. „Danke.“, flüsterte sie und verschwand unter Deck.

****

Franzi hatte sich einen altbackenen, echt hässlichen Badeanzug angezogen. Sie war der Meinung, dass die Zeiten, in denen sie eine Bikinifigur hatte, für sie vorbei waren. Zugegeben, der Zahn der Zeit hatte an ihrem Körper herumgenagt und ihn verändert, aber so schlimm fand ich es nun nicht. Hier und da ein Röllchen mehr, aber nicht so viel, als dass es gleich einen Haufen transparentschwingende Greenpeace Aktivisten auf den Plan gerufen hätte. ‚Rettet die Wale‘ … so schlimm war es dann doch nicht.
Auch, wenn ihre Möpse ohne den stützenden Halt wohl um einige Etagen tiefer hingen. Und an den Oberschenkeln hatte die, für uns Frauen leider so typische Cellulite, ordentliche Hagelschläge verursacht. Mein Gott, wir waren doch unter uns. Abgesehen davon hatte ich schon mehrere Frauen beim Duschen oder in der Umkleide gesehen. Für Falk spielte es eh keine Rolle, und auch Chris dürfte Franzi mit anderen, als seinen Männeraugen sehen.

Sie ging gleich durch zum Bug und legte sich mit einer dicken Sonnenbrille, einem Strohhut und einem Buch auf eine der Matten zum Sonnen. Ich gönnte ihr die Stunden der Ruhe, die sie mehr als verdient hatte.
Ich hatte unterdessen ihre Spielfiguren übernommen, weiter gings mit Falk, bis es ihm langweilig wurde. Dann kämpften wir miteinander, rollten uns an Deck herum, oder suchten uns Blätter und ein paar Stifte, womit wir in die Fußstapfen von Leonardo da Vinci traten. Falk’s künstlerische Eingaben gingen jedenfalls stark in diese Richtung.
Der kleine Mann hatte einen ausgeprägten Bewegungsdrang. Anstrengend, fordernd, dennoch voller Lebensfreude. Bis er mir in seinem Übermut das Bikinioberteil von den Brüsten riss, besser gesagt, verschob er es so, dass meine jugendlich festen Halbkugeln völlig freilagen. Falk hörte auf zu balgen und betrachtete sie neugierig, als hätte er einen Schatz entdeckt. Ähnlich wie sein Vater vielleicht eine Stunde vorher, nur, dass der dabei nicht alles gesehen hatte.
Sein Kopf schien mit der Situation nicht so ganz klarzukommen. Vorsichtig legte er seine Hand auf das weiche Fleisch meiner Brust, drückte vorsichtig mit seinen Fingern kleine Dellen hinein und staunte, dass diese sofort verschwanden, als auch seine Finger keinen Druck mehr ausübten. Ich machte mir nicht die Mühe zu verbergen, was er augenscheinlich noch immer bewunderte. Nur sein Lächeln war weg und sein Gesichtsausdruck ernst geworden.

„Alles in Ordnung Falk?“
„Die sind so klein! Franzi’s sind viel größer und wabbeliger. Warum?“
Jetzt musste ich mir das laute Loslachen doch verkneifen. Übrig blieb ein verschmitztes Grinsen.
„Weißt du denn schon, wie das heißt, was wir Frauen da haben?“
„Nein.“, antwortete er leise.
„Das ist eine Brust. Und weil es zwei sind, nennt man es Brüste. Brüste sind sehr unterschiedlich. Bei manchen Frauen sind sie größer oder kleiner, fest oder eben wabbelig, wie du so schön sagst.“
„Aber deine sind hart.“
„Nicht hart, aber fest, das stimmt. Waren die von Franzi bestimmt auch mal.“

Für ihn müssen meine ‚Thor’s Zwillinge‘ wie aus einer anderen Welt gewesen sein. Besonders die kleinen Zipfel, die als Spitzen dem Ganzen eine Krone aufsetzten, hatten es ihm angetan. Ich ließ ihn fühlen, tasten und prüfen.
Es machte mir nichts aus, weil doch alles natürlich ist und bei dem Jungen auf seinem Weg des Reifens dazugehörte.
Wäre er mein Sohn, ich würde ihn so frei wie möglich erziehen. Keine abgeschlossene Badezimmertür, kein schnelles Bedecken, wenn er mal unverhofft ins Bad platzt, gemeinsames Nutzen der Umkleide im Schwimmbad, oben ohne liegen am Strand. Ich würde verhindern wollen, dass er andere Menschen, egal ob Mann oder Frau, neugierig angaffte, nur weil sie größer, kleiner, dünner oder dicker, oder sonst irgendwie ‚anders’ waren.
Ich hatte auch kein Problem damit, dass er seine Entdeckung und seine gemachten Erfahrungen schnellstmöglich mit Franzi und seinem Papa berichten wollte. Denn genau das schien sein Plan zu sein. Unvermittelt löste sich seine Starre und er rannte mit kleinen, schnellen Schritten zum Aufgang des Ruderstandes, auf dem sein Vater gerade das Gas wegnahm, die Drehzahl erstarb und das Boot zum Stehen kam. Chris kam dem Kleinen entgegen, weil er eigentlich den Anker werfen wollte und hätte ihn fast übersehen.

„Na Sportsfreund, wohin so schnell?“
„Zu dir Papa! Josies Brust ist viel kleiner und fester als die von Franzi, hast du das gewusst?“, triumphierte er freudig.
„Na klar Großer, das sieht man doch sofort! Ist aber doch ganz natürlich.“, schlug er damit genau in meine Kerbe.
„Ich durfte sie schon anfassen.“, strahlt er.
„Oh, da werde ich ja fast neidisch. Ich durfte sie noch nicht anfassen.“

Versonnen hatte ich mich an die Kabinentür gelehnt und den beiden zugehört. Männergespräche, typisch, dass es sich dabei um weibliche Vorzüge drehte.

„Willst du das denn?“, unterbrach ich die zwei Herren.
„Sowas von …, zeig mir einen, der das nicht wollen würde! Sieh dich doch nur an, wie schön du bist.“, lächelte er mich an.
„Holen wir nach, versprochen.“, gab ich ihm über seine Schulter hinweg einen Kuss auf die Wange. „Warum halten wir, kann ich dir helfen?“
„Hast du denn die herrliche Badebucht noch nicht entdeckt?“
„Ne, wo denn?“

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