Juan

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Plötzlich baute sich ihr Auftraggeber vor ihr auf und schrie sie an: „Den Auftrag für das Modelable könnt ihr euch in die Haare schmieren, blöde Tussi!“ Dann drehte er sich um und verließ den Raum.

Roberto, der das ganze mit zwiespältigem Gesicht beobachtet, sagte auf einmal zu Daniela: „Ich habe die Polizei angerufen, die werden gleich hier sein. So geht es jedenfalls nicht weiter. Der geile Bock hat es ja sogar bei mir versucht. Auch wenn ich schwul bin, lass ich mich doch nicht mit jedem ein. Also, auf meine Aussage kannst du auch zählen!“

Die Polizei, die wenig später eintraf, verhörte zuerst Daniela und danach alle die zu einer Aussage bereit waren. Später bot sich Roberto an, sie nach Hause zu fahren, was Daniela dankend annahm.

Am nächsten Morgen rief sie in ihrer Firma an und meldete sich krank.

Daniela wollte sich gerade ein Wannenbad gönnen, als das Telefon klingelte. „Wagner!“, meldet sie sich kurz und war nicht verwundert, dass ihr Chef in der Leitung war. Zu sehr war ihr bewusst, dass der Auftrag nun weg war. Doch zu ihrer Überraschung war ihr Chef sehr freundlich: „Daniela es tut mir sehr leid was dir passiert ist. Wenn ich das geahnt hätte, hätte nie meine Einwilligung dazu gegeben. Das Schwein sitzt in Untersuchungshaft, weil sich noch 14 Frauen bereit erklärt haben, Aussage zu machen. Darunter drei vollendete Vergewaltigungen.“ Er verabschiedete sich, doch bevor er auflegte, sagte er noch: „Ach übrigens, den Auftrag für das Lable haben wir bekommen! Seine Frau, auch ein ehemaliges Fotomodel, will die Scheidung einreichen, sie ist dir sehr dankbar, dass du Anzeige gestellt hast. Sie ist die eigentliche Eigentümerin der Firma.“
Erleichtert über die guten Nachrichten, ließ sich endlich ihr verdientes Badewasser ein. Ihr Chef hatte ihr für den Rest der Woche frei gegeben, so konnte sie dies Traumata am besten verarbeiten.

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