Julia

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Leif Larsson

„Wie du weißt, bin ich ein frommer Mensch und will meine Götter durch den Genuss von verdünntem Wein nicht verärgern.“
Arminius setzte sich in einer Nische an einen freien Tisch und betrachtete versonnen die schlanken Beine Servilias, die mit ihrer Mutter am Herd wirtschaftete.
„Wo ist dein Vater?“, fragte er sie, als sie ihm das Essen auftrug.
„Er ist nach Ostia gefahren, Herr, um eine Ladung griechischen Wein abzuholen. Die Galeere ist heute eingelaufen.“
Der Cherusker registrierte den Hinweis mit Genugtuung. Es blieb also noch genügend Zeit für eine Mahlzeit. Hungrig machte er sich über das Hammelfleisch her.
„Komm, setz dich!“, forderte er das Mädchen auf, als die Mutter den Schankraum verließ. „Nein, nicht auf die Bank. Hierher!“
Er zog sie auf seinen linken Oberschenkel. Während er aß, umfasste er ihre grazile Taille.
„Schmeckt es dir, Herr?“, erkundigte sich Srvilia und schenkte ihrem zutraulichen Gast erneut Wein in den Becher.
„Ausgezeichnet!“, lobte er zwischen zwei Bissen. Mit der freien Hand streichelte er nun eines ihrer knackigen Beine.
„Möchtest du eine Nachspeise, Herr?“
„Was gibt es denn Gutes?“, wollte er wissen. Dreist ließ er seine Hand unter dem Saum der Tunica verschwinden und ihren Rücken hinaufgleiten.
„Nach was würde dir der Sinn stehen, Herr?“, forschte sie ihn mit gedämpfter Stimme aus. Ihr verschwörerischer Blick sprach Bände. Arminius schob seine Hand unter Servilias Achsel hindurch und berührte frech die feste Brust, die sich warm in seine Handfläche schmiegte.
„Wie wäre es mit ein bisschen … na, du weißt schon.“
Servilia wusste es.
„Komm ins Weinlager, Herr.“, flüsterte sie ihm verheißungsvoll ins Ohr. „Gehe ums Haus herum in den Hof. Ich erwarte dich am Tor.“
Die Kellnerin drückte einen feuchten Kuss auf seine Wange, erhob sich und räumte flink das Geschirr ab. Beschwingt huschten ihre nackten Fußsohlen über die kühlen Steinfliesen.

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