Julia

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Julia

Leif Larsson

Arminius fühlte erfreut ihren vollen Busen auf seinem Brustkorb lasten.
„Doch zuvor erzähle mir, woher du stammst. Du erwähntest vorhin, deine Heimat seien schneebedeckte Hügel.“
„Unsere Heimat ist der Teutoburger Wald in Germanien. Die Hügel dort sind allerdings nur im Winter mit Schnee bedeckt.“
„Germanien! Mein langweiliger Mann behauptet, das Land sei so garstig und abstoßend, dass es sich kaum lohne, es zu erobern. Wenn ich Euch so betrachte, bin ich ganz und gar nicht seiner Meinung.“
Sie strich mit den Fingerspitzen über Arminius‘ haarlose, muskelbepackte Brust.
„Mich interessiert auch, wie du und Flavus römische Offiziere geworden seid. Immerhin könnt ihr es euch leisten, die Dienste römischer Edelhuren in Anspruch zu nehmen.“
„Das ist schnell erzählt. Mein Bruder und ich wurden in Germanien geboren. Mein Geburtsname lautet eigentlich Siegfried, der meines Bruders Irminfried. Siegmar, unser Vater, sandte uns als Geiseln nach Rom. Er wollte damit den Friedenswillen unseres Stammes zum Ausdruck bringen. Bei unserer Adoption in Rom erhielten wir unsere jetzigen Namen. Wegen der Farbe meiner Augen wurde ich nach dem blauen Mineral Arminium benannt. Mein Bruder erhielt seinen römischen Namen Flavus wegen seiner rotblonden Haare. Durch unsere Freundschaft mit Velleius Paterculus hast du uns bei Faustilla kennengelernt. Das ist alles.“
„Wer hat euch adoptiert?“, wollte die Tochter des Kaisers wissen.
„Ein guter Freund deines Vaters, Gaius Mäzenas.“
Nun war es an Julia, verblüfft zu sein. Doch ihr überraschter Gesichtsausdruck wich rasch einem triumphalen Lächeln.
„Mäzenas! Dieser schwerreiche Etrusker hat die Gunst meiner Umarmung aus Angst vor meinem Vater stets ausgeschlagen. Na, wenigstens konnte ich für einen seiner Adoptivsöhne die Schenkel spreizen! Die Bekanntschaft mit euch entwickelt sich pikanter, als ich mir hätte träumen lassen.

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