Julia

47 45-69 Minuten 0 Kommentare
Julia

Julia

Leif Larsson

„Mein gestrenger Herr Vater wird von all dem nichts erfahren. Du hast selbst erlebt, wie professionell ich als Hure arbeite. Meine Kunden wissen ganz genau, was es für sie bedeuten kann, wenn sie die Identität einer maskierten Liebesdienerin ausplaudern. Sie sehen lieber nicht so genau hin, genießen und schweigen. Und was meine Feste und Orgien angeht: meine privates Venusheiligtum hier ist nicht öffentlich zugänglich. Es wird von Soldaten der absolut zuverlässigen Prätorianergarde bewacht. Und für die Spione, die Papa mir regelmäßig unter meine Gäste schmuggelt, stehen stets genügend geschminkte Lippen und feuchte Möschen bereit, um sie von ihrem verwerflichen Tun abzubringen … psst, hört nur!“
Obwohl der Speisesaal in einem anderen Gebäudeflügel untergebracht war, waren die lustvollen Schreie bis in Julias abgelegenes Badegemach zu hören. Die Gäste gaben sich, durch Ovids sinnliches Schauspiel animiert und vom Wein enthemmt, nun selbst den erotischen Sinnesfreuden hin.
„Diese notgeilen Narren! Sie haben nur darauf gewartet, dass man sie sich selbst überlässt!“
„Sollten wir es ihnen nicht allmählich gleichtun?“, fragte Arminius, den das Ziehen in seinen Lenden langsam aber sicher zum Handeln drängte.
„Du hast Recht. Worauf warten wir noch?“, gurrte die Kaisertochter. Ihre Finger krallten sich in seinen blonden Haarschopf. Heiß durchwühlte ihre Zunge seinen Mund auf der Suche nach dem Gegenstück.
Obwohl ihn die leidenschaftlichen Küsse Julias voll in Anspruch nahmen, behielt Arminius die Augen geöffnet und linste zu Flavus hinüber. Sein Bruder kniete über Antonia, die die Spitze seines Ständers an den aufgerichteten Nippeln ihrer ausladenden Brüste rieb.
„Nicht in fremde Reviere schielen, Herr Ritter!“, ermahnte ihn Julia. „Oder hat Antonia etwas, was ich dir nicht bieten kann? Ich bin mindestens genauso verkommen wie sie.“

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 5428

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben