Julia

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Julia

Julia

Leif Larsson

Mit sichtlichem Bedauern ließ sie ihr Lieblingsspielzeug aus der Scheide gleiten.
„Bei Venus! Ich habe in meinem Lotterleben wahrlich schon viele Schwänze beherbergt, aber so eine geile Keule hatte ich noch nie in meiner Möse. Wie war es bei dir, Antonia? Hat Flavus deine Erwartungen erfüllt?“
„Ich dachte, der Rammsporn einer Galeere dringt in mich ein.“, antwortete die Freundin, die ermattet in den Armen ihres jugendlichen Liebhabers lag. „Die Frauen in Germanien sind um ihre Männer zu beneiden.“
„Ihr übertreibt.“, dämpfte Arminius das überschwängliche Urteil der Römerinnen, obwohl es seinem männlichen Selbstwertgefühl sehr schmeichelte.
„Wie dem auch sei: ihr haltet euch zu meiner Verfügung!“, ordnete Julia an. „Jetzt entschuldigt mich bitte. Ich muss nachsehen, was meine Gäste treiben. Komm, Antonia!“
Die beiden Frauen stiegen aus dem Bad. Sofort eilten die Dienerinnen herbei und hüllten sie in trockene Tücher.
„Ihr geht jetzt besser auch.“, riet sie den Brüdern, bevor sie mit Antonia und den Gehilfinnen im Ankleidezimmer verschwand. „Der Diener, der euch hierhergeführt hat, wird euch durch einen Seitenausgang hinausgeleiten. Lebt wohl, meine Geliebten. Ihr hört von mir …“
Arminius und Flavus genossen noch ein paar Augenblicke die entspannende Wirkung des Weins und des warmen Wassers, das von den Hypocausten angenehm auf Temperatur gehalten wurde. Nachdem sie sich angekleidet hatten, führte sie der Wächter auf einem kurzen Geheimgang ins Freie. Während sie um das Haus herum zu ihren Pferden schlichen, vernahmen sie schon von weitem das wüste Krakeelen, das aus den offenen Fenstern drang, durchsetzt mit ordinärem Gelächter. Als sie an dem Speisesaal vorüberhuschten, sahen sie die Umrisse einer Frau, die sich aus der Fensteröffnung lehnte. Ihr nur mit einem zerfetzten Gewand notdürftig bekleideter Oberkörper zuckte im Rhythmus der Stöße des Mannes, der es ihr von hinten besorgte.
„Rammle schneller, mein wilder Eber!“, keuchte sie. Es war die Stimme Julias. Aus dem Hintergrund lallte Ovidius zotige Gedichte, in denen er besonders phantasievolle Liebesstellungen rühmte.

ENDE

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Gedichte auf den Leib geschrieben