Sie fühlte sich hässlich im Vergleich mit der hochgewachsenen, jungen Frau. Dabei war Molly auch ein süßes Ding, nur eben etwas pummliger. Jetzt aber berührte ihr Näschen fast Resas Po, der schon wieder recht unschuldig dreinschaute. Molly beendete die Popo-Inspektion mit den Worten: „Da sieht man nix mehr, Resa! Dein Julius kann wieder drauf klatschen, wenn er will…“ Theresa tippte sich an die Stirn. „Du spinnst doch! Glaubst du, ich lass mir von ‘nem Jungen den Hintern versohlen? Das kommt gar nicht in die Tüte!“ Beide lachten, dabei hatte Resa schon mal sehr intensiv daran gedacht. Das brauchte die Molly aber bestimmt nicht zu wissen! Theresa schwankte oft zwischen einer ausgelassenen Stimmung und eher melancholischen Momenten. Heute jedoch lachte sie, da sie sich sehr auf die Nacht mit ihrem Julius freute. Seit sie mit ihm an jenem Sonntagnachmittag Sekt gesüffelt hatte, war es um sie geschehen.
Julius gab sich so charmant, wie es sich ein Mädchen nur wünschen konnte. Man merkte, dass er aus einem guten Haus kam. Sein Vater war ein Politiker, der für die FDP im Bundestag saß. Da er dadurch nicht viel Zeit für seine Kinder hatte, musste sein jüngster Sohn Julius auch ein Internat besuchen.
Als sie in dem Restaurant saßen, erzählte Theresa von ihrem Bruder. Julius bekannte, dass auch er einen Verlust zu beklagen hatte. Seine Mutter starb bei einem Luftangriff der Alliierten, während Julius und seine Geschwister in einem Luftschutzkeller ausharren mussten. Resa sah, dass er weinte. Diese Empfindsamkeit rührte sie bis ins Herz. Die jungen Leute hielten einander fest, während bei beiden die Tränen flossen. Julius tat es wohl, eine Gleichgesinnte zu treffen. Er verliebte sich in Resa.
Sie gingen an dem kleinen See spazieren, um sich dann auf eine der Bänke am Ufer zu setzen. Resa nahm all ihren Mut zusammen, als sie ihn einfach küsste. Julius‘ Hand glitt unter ihr Kleid, wo er ihr Bein streichelte.
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