Sie war froh, dass die Lehrerinnen Bescheid wussten. Morgen Abend sollte diese Sache erledigt sein! Inge seufzte, als sie sich ihren Po rieb. Sie kannte Frau Schreibers kräftige Handschrift, seit die sie beim Rauchen erwischt hatte. Inge legte sich zu Käthe ins Bett, die auf dem Rücken lag und dabei kräftig schnarchte. Inge hielt ihr die Nase zu, was tatsächlich funktionierte. Dann nahm sie ihre Freundin in den Arm, wobei sie es aber vermied Käthchens Mund zu nahe zu kommen. Das Mädel stank wie eine Dorfkneipe! Inge legte ihre Hand auf Käthes runden Po. Sie streichelte die kühlen Bäckchen, die sich morgen ganz anders anfühlen sollten. Langsam übermannte sie die Müdigkeit. Inge glitt in einen tiefen, traumlosen Schlaf. Er sollte bis acht Uhr am nächsten Morgen andauern. Als sie aufwachte, weckte sie gleich Käthe. „Steh auf, du Faultier!“ Käthe grummelte etwas vor sich hin, reagierte aber überhaupt nicht.
Inge klapste ihr auf den Po. „Au, bist du bescheuert?“ Käthe fuhr hoch, blickte die Freundin böse an.
„Du weißt wohl nicht mehr, was gestern passiert ist? Du warst sturzbetrunken, Käthe! Die Fräuleins haben uns erwischt, weil du laut herum geschrien hast! Du kannst dir wohl denken, was nun kommt!“ Käthes Augen füllten sich mit Tränen. Sie wusste natürlich, dass sie es nun ziemlich auf den Popo kriegen würde. Käthe fragte Inge, wann es so weit sein sollte. Als sie erfuhr, dass sie bereits um 19 Uhr den Rohrstock schmecken sollte, fing sie zu weinen an. Der Kater trug zu Käthes aufgewühlter Stimmung erheblich bei, weswegen ihr Inge eine Aspirin verabreichte. Magda hatte sie ihr gegeben, falls das Käthchen zu arge Kopfschmerzen hätte. „Es reicht ja, wenn es auf der anderen Seite weh tut!“, meinte die Lehrerin lächelnd. Inge beruhigte ihre beste Freundin, sagte ihr aber auch, dass sie selbst schuld sei: „Stell dich nicht so an, Käthe! Du hast es ja auch drauf angelegt, oder nicht?
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