Kathrins Kirschen

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Kathrins Kirschen

Kathrins Kirschen

Andreas

Der Mann meiner Träume sollte schon zärtlich sein…so wie du, Konrad. Könntest du dir denn auch das Andere vorstellen…?“

Sie blickte mich mit ihren ausdrucksstarken, dunklen Augen neugierig an. Kathrin überraschte mich nicht nur, sie brachte mich sogar ein bisschen in Verlegenheit. Was sie von mir wollte, war nichts Alltägliches. Ich musste in mich hinein horchen, ehe ich ihr die heiß ersehnte Antwort geben konnte.
„Ich werde nicht die Rolle deiner Mama einnehmen, Kathrin! Das würde gewiss nicht gutgehen, aber ich könnte mir vorstellen, dass ich dich hin und wieder an deine Pflichten erinnere. Ich liebe dich Kathrin, aus ganzem Herzen! Wenn du magst, will ich gerne dein Mann und Erzieher sein. Ich mag es, wenn dein hübscher Allerwertester diese schöne Farbe annimmt…“ Ich klapste Kathrins Nackten, der sich das gerne gefallen ließ. Wir küssten uns, besiegelten damit unsere Übereinkunft. Ich wusste nicht, auf was ich mich da einließ, aber es schien spannend zu sein. Einige Tage später stellte mich Kathrin ihrer Mutter vor. Kreszentia war eine glutäugige Dame, die so gar nicht dem Bild entsprach, das ich mir vorab von ihr gemacht hatte. Die 50-jährige Frau kleidete sich modern, versprühte dazu einen weltoffenen Charme. Sie kam mir eher wie Kathrins ältere Freundin vor, als ihre strenge Mama. Bei Kaffee und Kuchen hielt ich um Kathrins Hand an, was Frau Kirsch ein Lächeln entlockte.

„Ich freue mich, dass meine Kathrin so einen netten, jungen Mann gefunden hat. Sie müssen wissen, dass ich mein Mädchen alleine großziehen musste und nur das Beste für Kathrin will. Sie ist sehr liebenswert, aber bisweilen auch dickköpfig. Kathrin braucht also jemanden an ihrer Seite, der sich nicht scheut, auch einmal energisch durchzugreifen, wenn es ihm angezeigt scheint. Es ist nicht so einfach, lieber Konrad! Kathrin und ich haben eine Vereinbarung. Sie sagt mir offen, was sie umtreibt und auch welche Dinge sie erlebt.

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