Katja und der Blinde

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Katja und der Blinde

Katja und der Blinde

Anita Isiris

Noch immer trug er seinen für sie unwiderstehlichen Vollbart. Bärtige Männer waren eigentlich nicht ihr Ding, und Katjas Freundinnen erzählten lachend, dass Bärte beim Cunillingus kratzten. Das aber kratzte die liebe Katja beim Sex mit Oros keineswegs – sein Bart zwischen ihren Schenkeln kitzelte und steigerte jedes Mal ihre Erregung. Bernd war glattrasiert, was er wohl auch seinen Klienten schuldete.
Dann tätigte Katja im Bio-Laden um die Ecke einen Einkauf. Mehl, Milch, Oliven, Sugo, Mozzarella, Schinken… die Zutaten für eine Pizza, diesen italienischen Zauberkuchen, den, wie sie wusste, Bernd und Oros gleichermassen liebten. Dann erstand sie einen Barolo und freute sich auf einen ersten entspannten Abend mit ihren beiden Männern.
Als sie dann mit Oros in ihrer Dachwohnung stand, so gegen 14:00 Uhr, fehlten ihr einen Moment lang die Worte. Sie war doch längst keine Teenagerin mehr, wusste über Männer alles, was es zu wissen gab und war, was Männerkontakte angeht mittlerweile, mit bald 28, eher abgeklärt und unbefangen. Aber da stand nicht irgendeiner, sondern Oros, ihre verflossene grosse Liebe. Sie komplimentierte ihn aufs Sofa – als er sie bat, ihm zuerst die Wohnung zu zeigen. Katja zuckte zusammen. Klar. Der blinde Oros hatte es sich zur Angewohnheit gemacht, sich immer erst orientieren zu können, wenn er in einer neuen Umgebung war. Einmal hatte ihm das geholfen – als in einer Gästewohnung ein Brand ausgebrochen war und Oros sich zielsicher durch die Haustür retten konnte – statt irgendwo im Bad oder einer Besenkammer zu landen und dort kläglich zu ersticken oder zu verbrennen. Wieder drückte Katja wortlos Oros’ Hand und zeigte ihm Küche, Bad, ihr Schlafzimmer und Oros’ Gästezimmer. «Hier duftet es herrlich», sagte Oros und wandte sich Katja zu. «Ach… das bist ja Du. Dein Parfüm. Klar. Ich dachte zuerst, es sei das frisch bezogene Bett…». Oros zog Katja eng an sich, und diese ergab sich. In einer fliessenden Bewegung schmiegte sie sich an Oros. Die beiden versanken wie frisch Verliebte in einem Zungenkuss, und es ging nicht lange, bis Oros sein ehemaliges Weibchen in Doggie Position betasten, bezüngeln und dann, bumsen durfte. Wie immer liess er sich beim Sex sehr viel Zeit und achtete darauf, dass Katja vor ihm kam. Never ever hätte der sensible Mann es ertragen, in einer Frau abzuspritzen, bevor jene in ein warmes, wonnigliches Stöhnen ausbrach und ihm mit konvulsiven Beckenbewegungen ihren – natürlich echten – Orgasmus signalisierte.

Oros und Katja duschten gemeinsam. Katja konnte nicht umhin, Oros’ eindrücklichen Schwanz zu befühlen; sinnlich spielte sie an seiner gekrümmten Eichel, so lange, bis er ein weiteres Mal kam.

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