Meine Freiheit war mir lieber. Ich hatte zwei Beziehungen hinter mir, mit echten ‚Kletten‘, die beide nach etwa zwei Jahren geheiratet werden wollten. Da nahm ich dann jedes Mal Reißaus. Und so etwas wollte ich nicht erneut anfangen.
Ihr etwas vorzugaukeln und sie dann ein, zweimal flachlegen fand ich stillos, zumal hier im Haus vor den anderen Mieterinnen. Also ging ich mit ihr aus, hatte mir aber auferlegt, sehr, sehr vorsichtig zu sein. Bei unserem ersten ‚Date‘ gingen wir in eine Fotoausstellung und anschließend zum Italiener. Wir unterhielten uns gut über alles Mögliche und kamen uns dabei immer ‚näher‘ oder war das nur meine Einbildung?
Jedenfalls wollte ich vorsichtshalber die Notbremse ziehen: „Du Katja, hör mal, wir können gerne öfter mal zusammen ausgehen, …. hat bisher super Spaß gemacht. Aber mehr ist mit mir nicht drin. Tut mir Leid, wenn ich das jetzt einfach so sage."
Kurzes Schweigen. Katja machte große Augen und dann prustete sie los: „Ist ja witzig, das gleiche wollte ich auch gerade sagen! Du bist supernett, aber ich will derzeit auf keinen Fall eine Beziehung mit allem Drum und Dran. Vielleicht erzähle ich dir später Mal, warum."
Nachdem wir noch vier, fünfmal gemeinsam etwas unternommen hatten, der Italiener im Anschluss war inzwischen zu unserem ‚Lieblingsitaliener‘ geworden, platzte Katja mit einer für mich höchst überraschenden Nachricht heraus.
Erst druckste sie ein bisschen rum, aber dann: „Es ist ja nicht so, dass ich keine Bedürfnisse habe (innerlich grinste ich, denn das konnte ich nach Betrachtung manch munterer Wixerei von ihr und der zwei One-Night-Stands die sie in acht Wochen abgeschleppt hatte, nur bestätigen!), und ich finde dich sexuell sehr anziehend ... Keine Angst, ich will immer noch keine Beziehung, es ist nur …, es ist ...", stammelt sie nun etwas planlos, „... kennst du den Film ‚Freunde mit gewissen Vorzügen’? Das wünsche ich mir für uns.
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