Darauf hatte sie ihm angeboten, ihn frei zu halten und ihm dazu insgesamt 5.000 Euro zu zahlen, wenn er für die restlichen 10 Urlaubstage ihr Liebhaber sein würde. Als einzige weitere Bedingung musste er mit ihr einen knappen, roten Bade Slip kaufen gehen, damit sie jederzeit sehen könne, was sie an ihm hätte. Gott sei Dank kannte ihn in dem Hotel niemand. Sie hatte ihm am Ende des Urlaubs erklärt, wie froh sie sei, ihn kennengelernt zu haben, dass er der Größte sei, den sie je gehabt hätte und „der Erste un‘ Einzische der misch jemals komplett geschafft hat.“
Das war die Initialzündung zu seiner neuen Karriere gewesen. Er hatte den ganzen Urlaub mit sonnen, ficken und ein paar Ausflügen verbracht und kam mit prall gefüllter Brieftasche wieder zurück. Daran könnte er Gefallen finden.
Marlies hatte ihm eine Freundin, Heike, vermittelt, mit der er sich zwei Wochen nach seiner Rückkehr für ein Wochenende in einem Wellness-Hotel in der Eifel, für 2.000 Euro, wie ihm Marlies am Telefon stolz verkündet hatte, verabredet hatte. Sie war nicht so augenscheinlich mannstoll wie Marlies, sogar eher schüchtern. Sein „fetter Brummer“ – sie bezeichnete ihn so – war aber dennoch der Dreh- und Angelpunkt ihres Wellness-Aufenthalts. Natürlich durfte sie sich wieder melden, „wenn es sie nach Zärtlichkeit verlangte“, wie sie es ausdrückte.
Von da an wurde es praktisch zum Selbstläufer. Noch im selben Hotel wurde er von einer Apothekerin aus Kerpen, einer sehr gepflegten, schlanken und hochgewachsenen Erscheinung, angesprochen: Die Dame in seiner Begleitung, sei doch wohl nicht sein Mutter, das könne sie doch sehen, sie habe ja so gar keine Ähnlichkeit mit ihm und er sei ja ein so auffallend hübscher junger Mann, ob er nicht auch ihr einmal zur Verfügung stehen könnte, wenn sie eine starke Schulter zum Anlehnen benötige, da er ja offensichtlich etwas für Damen übrig habe, die schon etwas älter seien als er.
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