Sein Vater hatte die Tischlerwerkstatt schon von seinem Vater geerbt, doch jetzt war die Konkurrenz zu groß und Pitter hatte Mühe Aufträge zu bekommen. Wenn er den Auftrag von Verena Gullberi nicht bekam, konnte er den Laden bald dicht machen.
Sein Vater hatte schon lange damit gekämpft und als er plötzlich von einem Herzinfarkt dahingerafft wurde und seine Mutter ihm ein Jahr später vor Kummer folgte, hatte Pit mit dem Gedanken gespielt zu verkaufen. Doch was sollte er machen? Holz war sein Leben und er liebte diesen Beruf!
Gedankenverloren blätterte in dem Fensterkatalog der Firma, mit der er häufiger zusammenarbeitete, als plötzlich das Handy klingelte.
Die Nummer war ihm nicht bekannt, aber wer sollte ihn am Sonntag anrufen?
Aufgrund einer plötzlichen Eingebung drückte er trotzdem den grünen Hörer und nahm das Gespräch an.
„Du bist ja der Wahnsinn!“, erkannte er Verenas Stimme sofort.
„Woher wusstest du, dass ich es mir genauso vorgestellt habe? Allein diese Farbkombination ist der Hammer und dann das Naturholz! Ist mir nur schleierhaft, wie du die alten Holzplatten so von Farbe befreien willst?“
Sie sprudelte förmlich vor Begeisterung und Pit wurde bei ihrer Freude richtig warm ums Herz.
Er wollte gerade anfangen es ihr zu erklären, als ihm ein Gedanke kam. „Willst du dir meine Werkstatt nicht mal anschauen, dann könnte ich dir zeigen, wie ich es machen will? Wohnst du weit weg vom Herrenhaus?“
„Nein, ganz in der Nähe! Ich wohne während der Bauzeit im Hotel Adlerhorst!“
„Im Adlerhorst?“, fragte er überrascht. „Ist das nicht viel zu teuer, für die lange Zeit?“ Vergaß dabei, dass er es hier mit einer wohlhabenden Familie zu tun hatte.
„Ich würde mir gerne mal deine Werkstatt anschauen. Ich bin noch nie in einer richtigen Tischlerwerkstatt gewesen.“
„Hast du Zeit? Dann komm her! In der Woche ist zu viel Lärm und heute könnte ich dir alles in Ruhe zeigen.
Kein Tag wie jeder andere
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Kein Tag wie jeder andere
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schreibt Thunders