Kevin und die Künstlerin

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Kevin und die Künstlerin

Kevin und die Künstlerin

Sven Solge

Doch er schien es nicht bemerkt zu haben: „Montags hat das Brodersen immer zu! Dann habe ich meinen freien Tag und der gehört dann ganz Kevin! Wann gehst du wieder zurück nach Hannover?“ Und wie selbstverständlich war er auch zum „Du“ übergegangen!
„Ich denke in gut einer Woche werde ich fertig sein, dann soll es noch eine Enthüllungsparty geben, wo der Bürgermeister und andere Honoratioren eine Rede halten wollen. Bis dahin muss ich auf jeden Fall noch bleiben, das ist für mich eine gute und kostenlose Werbung, da ich noch ein paar Bilder von mir zum Verkauf anbieten darf.“
Sie erreichten das Eiscafé und nachdem sie ihre Auswahl getroffen hatten, setzten sie sich an einen Tisch im Vorgarten. Das Eis wurde ihnen von einer hübschen Kellnerin an den Tisch gebracht, die Regine misstrauisch beäugte. Deutlich spürte sie die Ablehnung der jungen Frau.
„Hallo Bertram!“, sagte sie zu Kevins Vater. „Besuch aus der Stadt?“, fragte sie noch bevor sie Kevin demonstrativ über den Kopf strich, was dieser mit einer herrischen Kopfbewegung abkürzte.
„Hallo Leni, nein, das ist Regine, die das große Bild im Kurhaus malt. Sie war so nett, dass Kevin das Bild mal von dichten betrachten konnte!“
Bertram schien recht sachlich und kühl zu reagieren, er konnte aber nicht verhindern, dass Regine seine innere Zerrissenheit spürte.
Nachdenklich begann sie ihr Eis zu löffeln, was besonders Kevin zu schmecken schien, denn er hantierte mit dem kleinen Plastiklöffel so geschickt Eis und Sahne zum Mund, dass Regine hin und wieder vergas, selbst zu essen.
„Das Eis schmeckt ja hervorragen!“, sagte sie an Bertram gewandt.
„Ja, es ist der beste Eisladen im Ort. Lenis Vater ist extra ein halbes Jahr nach Italien gegangen, um die Eisherstellung zu erlernen, wie die Italiener es machen!“
Er wandte sich wieder seinem riesigen Eisbecher zu und löffelte genussvoll sein Eis.
„Wart ihr mal befreundet?

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