Klabaucia

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Klabaucia

Klabaucia

Hermes

Oder am Boden kniete, zufällig mich meinem Gegenüber näherte, langsam, immer näher, bis meine Lippen sein immer größer wachsendes Geschlecht umschlangen. Da beugte sich ein Unbekannter über mich, griff nach meinem Arsch und streichelte mir den Busen. Dann nahm er mich von hinten und vögelte mich.
Tat das gut.
Himmlisch empfand ich es, in allen Höhlen meines Körpers die männliche Kraft zu spüren, mehrere Schwänze gleichzeitig dirigieren zu dürfen. Wie gut passte alles zusammen, beflügelt fühlte ich mich in jenen Sternstunden.

Manche lagen verkehrt übereinander, einer nach dem anderen, Männer und Frauen verwoben sich zu einer Kette der Lust. Die liebenden Menschen bildeten wahre Kunstwerke der Hingabe. Fantasievolle Gruppenbilder Liebender, wie sie sonst nur bei der Krötenhochzeit vorkommen.
Wenn einer es wollte, verließ er das Spiel, wälzte sich zu Seite, oder zum nächsten Körper und das Spiel begann von Neuem.

Alles war erlaubt, es geschah in Liebe.
Wir liebten uns ohne Scham, ohne Gewalt, ohne Angst. Wir gaben und nahmen, ohne Absicht und Wertung. Männer und Frauen, Junge und Alte, Schöne und weniger Schöne, Dicke und Dünne, Reiche und Arme. Wie Menschen es vor Urzeiten bei Stammesritualen zu heiligen Anlässen getan hatten, natürlich wie Tiere es tun.
Wir feierten das Leben und die Liebe. Alles rundherum löste sich auf, alle Kontrolle ging verloren.
Wir näherten uns einem eckstatischen Kollektivzustand.
Die Lust steigerte sich zu Höhepunkten, alle schnurrten, stöhnten und schrieen, manchmal schwebte ich in Höhen und strahlten vor Freude, ehe ich meinen kleinen Tod starb. Wir hielten inne, ruhten und spielten weiter. Bis in den frühen Morgen dauerten die Orgienspiele.
Ich fuhr jedes Mal, von enormer Energie getragen, nach Hause.
Ich glaube, in diesem Ritual körperlicher Vereinigung war eine höhere Macht anwesend.

Nachdem sie mir das alles anvertraut hatte, kicherte mich Klabaucia an, zuckte mit den Schultern und sprach:
„Wir feiern das Leben, das ist göttlich schön.“

In jener Nacht liebten wir einander mehrmals bis in den Morgen.

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