Klassenfahrt

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Klassenfahrt

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Johannes Seilmann

Wessen Hände ich da betastete, konnte ich beim besten Willen nicht sagen. Sie riefen aber alle angenehme Phantasien in mir hervor. Also konnte ich es genießen und spekulieren. Unsere Hände wurden ein wenig mutiger, wir begannen uns zu streicheln. Wer von uns beiden das vorantrieb, konnte ich nicht sagen. War ich es, der zuerst den Handrücken streichelte, sich dann sachte an den Unterarm heran tastete? War sie es? Die Situation erregte mich zusehends. Das ließ sich in meiner Hose deutlich spüren. Nie hätte ich mir vorstellen können, mit einer dieser Klassenkameradinnen körperlich zu werden. Dazu war ich viel zu verklemmt, wie gesagt. Und die Vorstellung, dass eine von ihnen sich auch nur auf eine kleine Spielerei mit mir einlassen würde, kam mir völlig abwegig vor. Das gab mein Selbstvertrauen einfach nicht her.
Ich saß auf dem Boden, die Frau mir gegenüber, so schien es im Dunkeln. Also Anke? Langsam streichelten wir uns die Arme hinauf. Unser Atem ging schneller. Nicht laut und vernehmlich, aber für uns wahrnehmbar. Dann langten wir gegenseitig an der Schulter an, ich spürte ihre zärtlichen Finger am Schlüsselbein, dann an der nackten Haut am Hals. Sie trug ein T-Shirt, ich überlegte fieberhaft, wer von den Mädchen ein T-Shirt getragen hatte. Anke fiel aus, sie trug eine Bluse, wenn mich recht erinnerte. Dorothee konnte es demnach auch nicht sein. Sie hatte einen Pulli an, da war ich sicher. Sie hatte ihn sich vorhin geholt, weil ihr kalt war. Blieben also Susanne und Reinhild. In meiner Vorstellung war es Susanne. Reinhild hatte sich sicher schon zurückgezogen wegen ihres Freundes. In meiner Hose wurde es immer enger. Unter ihrem T-Shirt spürte ich die Träger des BHs. Oder war es ein Unterhemd, trug sie keinen BH? Dann die nackte Haut. Wie auf Kommando rückten wir näher zueinander.

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