Bei all meiner Unerfahrenheit war ich da einigermaßen sicher. Unsere Zungen spielten vorsichtig miteinander. Unsere Körper näherten sich immer mehr einander an, bis sie schließlich meinen Steifen spüren musste. Für den Bruchteil einer Sekunde war da ein Zurückzucken, dann drückte sie ihren Unterleib an meinen. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Dann unterbrach sie den Kuss.
„Man muss gut überlegen, wie weit man denn geht“, fing Reinhild an. „Ja, sicher“, stimmte ich automatisch, aber wenig überzeugt zu. War es damit zu Ende? „Du?“ „Ja?“ Ich war verunsichert. Was würde jetzt werden? Wäre jetzt unser kleiner mutiger Moment verstrichen? War uns ein kleiner Ausrutscher passiert, den wir jetzt schon bereuten, den wir vielleicht einen Moment zu lange unbekümmert genossen hatten? „Ja?“, wiederholte ich, um die Stille zu überbrücken. „Du, nur für heute Abend?“ „Wie meinst du das?“ „Ich würde gerne noch weitermachen. Das fühlte sich so schön an. Ich habe nur ein schlechtes Gewissen wegen meinem Freund.“
Ich wusste nicht, wie mir geschah. Natürlich hatte ich auch ein schlechtes Gewissen, ich wusste ja von ihrem Freund. Aber eigentlich war ich so beglückt – und inzwischen auch so geil, dass ich gern weitergemacht hätte.
„Nur für heute Abend?“ „Nur für heute Abend“, gab ich zur Antwort. Um nichts in der Welt hätte ich darauf verzichten wollen.
Ich umarmte sie und wir fielen uns in die Arme. Wange an Wange standen wir so da, rieben uns aneinander. Sie presste ihren Unterleib gegen meinen Steifen und nun versuchte ich auch nicht mehr, ihn zu verstecken. Weil ich eigentlich Reinhild wieder küssen wollte, aber nicht wusste, wie, begann ich stattdessen, ihren Hals zu küssen. Sie reagierte sofort. Laut seufzte sie auf, legte den Kopf in den Nacken.
„Komm mit. Neben unserem ist ein leeres Zimmer.“
Klassenfahrt
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