Knocked out

18 45-69 Minuten 1 Kommentar
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Yupag Chinasky

Denen werde ich es zeigen! Da habt ihr euch den Falschen ausgesucht!

Mühsam rappelte er sich hoch und stand, wenn auch leicht schwankend, auf seinen Füßen. Erst jetzt merkte er, dass diese Ärsche ihm die Schuhe weggenommen hatten. Er fasste in seine Hosentasche. Leer! Hastig klopfte er alle Taschen nacheinander ab. Alle leer, alles war weg. Sein Geldbeutel mit Bargeld, Kreditkarten, Führerschein, Ausweis. Sein teures Handy, seine Rolex und natürlich alle Schlüssel, der Haustürschlüssel, der Hotelschlüssel und auch der für den Mercedes mit dem in Silber gefassten Glückspfennig am Schlüsselring. Er gab sich wegen des Autos keinen Illusionen hin, das war bestimmt auch weg. Ärgerlich war, dass mit dem Auto auch der Laptop und die wichtigen Geschäftsunterlagen weg waren. Nichts war mehr da, nur noch die Klamotten, die er an hatte und das bisschen Handgepäck im Hotel, nicht viel mehr als eine Zahnbürste und ein Rasierapparat.

Er fluchte und überlegte, wo er eigentlich war. Kein Haus weit und breit. Er war irgendwo auf freiem Feld. Die beiden Gauner hatten ihn hier her gekarrt, wahrscheinlich mit seinem eigenen Auto und ihn einfach in den Straßengraben geworfen, wie einen Sack in den Graben gekippt. Er ging los, aufs Geratewohl. Seine Sohlen schmerzten bereits nach kurzer Zeit. Kein Mensch begegnete ihm zu der frühen Stunde, kein Auto, nichts. Instinktiv war er aber in die richtige Richtung gegangen, denn nach einiger Zeit sah er im Dämmerlicht des aufkommenden Morgens das Panorama der Altstadt, das sich gegen den nachtdunklen Himmel abhob. Er war wieder an der Stelle, von wo aus er die Stadt zum ersten Mal gesehen hatte. Dann kamen bald die ersten Häuser und als die Straße anstieg, wusste er, dass er auf dem richtigen Weg war. Er überlegte, ob er versuchen sollte die Bar ausfindig zu machen. Vielleicht stand da doch noch sein Auto. Aber nein, das brachte nichts.

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schreibt Huldreich

Lieber Yupag Chinasky! Ihre Geschichte hat mir gefallen, samt dem Hinweis auf Stig Larrson's Lisbeth Salander, Danke sehr gut erzählt und spannend bis zum Schluß. Ich freu mich auf die nächste und grüsse Sie herzlich, Ulrich Hermann aus München

Gedichte auf den Leib geschrieben